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Es läuft – großer Zuspruch beim 28. Pyrmont Marathon / Jan Kerkmann und Nadja Koch triumphieren

Treffpunkt der Nationen

BAD PYRMONT. „Auf den letzten zwei Kilometern habe ich mich richtig stark gefühlt, auch wenn ich mich mit der Strecke immer noch nicht so richtig angefreundet habe“, sprudelte es aus Jan Kerkmann nach der Siegerehrung nur so heraus. Da zog der Bielefelder das Tempo noch einmal gewaltig an.

veröffentlicht am 30.07.2017 um 14:28 Uhr
aktualisiert am 30.07.2017 um 15:40 Uhr

Die Halb-Marathonis machen sich auf den Weg. Schon nach den ersten 100 Metern lief der spätere Sieger Thomas Johannhörster (2389) vornweg.
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Er ließ seinen Konkurrenten Jan Rutsch aus Hannover deutlich hinter sich und durfte sich erstmals in die Siegerliste des Internationalen Bad Pyrmont Marathon eintragen. Dem Namen „International“ wurde die Veranstaltung, bei der auf den Strecken und rund um den Start- und Zielbereich auf der „Historischen Hauptallee“ alles optimal lief, und die mehr als 1300 Starter und Starterinnen in die Kur-stadt gelockt hatte, absolut gerecht. Neben dem japanischen „Dauergast“ Masafumi Ishida gingen Läufer und Läuferinnen aus mehr als zehn Nationen auf die vier Strecken.

Mit dem Pyrmont-Marathon hat sich Jan Kerkmann trotz seines Sieges beim seinem zweiten Start aber immer noch nicht so richtig angefreundet: „Das ist ja teilweise eine recht verwunschene Strecke. Mit wenig Punkten, an denen man sich orientieren kann.“ Aber der Bielefelder war aus einem anderen Grund mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden: „Ab Kilometer 25 bin ich mit Jan Rutsch lange Zeit gemeinsam gelaufen. Da haben wir beide ein wenig gebummelt.“

Für Nadja Koch war Bummeln eher ein Fremdwort. Die Langstrecken-Spezialisten aus Westfalen machte von Beginn an Tempo und ließ ihre Konkurrentinnen auf der Berg- und Taltour fast zwölf Minuten hinter sich. Zweite wurde Judith Havers, und die war mit dem Silberplatz total glücklich. Die Hobbyläuferin hatte sich früh am Morgen in Hamburg ins Auto gesetzt, um in der Kurstadt locker und ohne Stress mitzulaufen. „Einfach nur just for fun“, verriet sie nach dem Zieleinlauf.

Die Marathon-Sieger Nadja Koch (li.) und Jan Kerkmann
  • Die Marathon-Sieger Nadja Koch (li.) und Jan Kerkmann

Mit der Streckenführung hatte Elias Sansar aus Lemgo überhaupt keine Probleme. Der Marathon-Sieger von 2011 trug sich mal wieder auf den letzten Drücker in die Starterliste des 10-Kilometer-Laufs ein und wiederholte seinen Vorjahreserfolg in überzeugender Manier.

Sportlich in Topform präsentierte sich mit Jan Kaschura ein weiterer Bekannter. Der Marathon-Mann scheint sich in Pyrmont auf die fünf Kilometer lange „Sprintstrecke“ spezialisiert zu haben. „Das ist hier für mich das ideale Terrain“, verriet der Holzmindener. Er bedankte sich mit neuem Streckenrekord und verteidigte seinen Erfolg. 23 Sekunden schneller als 2016 ...

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