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Vorsitzender des Kreissportbundes verstirbt im Alter von 70 Jahren

Trauer um Fred Hundertmark

veröffentlicht am 03.10.2016 um 14:14 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Tief betroffen war Tünderns Vereinsvorsitzender Heinrich Düvel, als ihn die traurige Nachricht erreichte: „Fred Hundertmark wird uns nicht nur mit seinem Rat und seiner Tat fehlen, sondern auch und insbesondere als Mensch und Freund.“ Wie ein Ruderer hat sich Hundertmark für den heimischen Sport und als ehemaliger Kämmerer für den Landkreis in die Riemen gelegt. Zwölf Jahre war Hundertmark Hameln-Pyrmonts Finanzminister. Seine berufliche Laufbahn begann er als Lehrling, anschließend durchlief er den gehobenen Dienst und wurde am 6. Oktober 1993 zum Kämmerer gewählt. Nach mehr als 42 Kreishaus-Jahren wurde Hundertmark 2005 in den Ruhestand verabschiedet – und widmete sich in seiner Freizeit fortan seinem ehrenamtlichen Engagement. Trotz schwerer Krankheit. „Ich habe lange ein sorgenfreies Leben gehabt. Es gibt wohl sowas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit, und irgendwann kriegt man sein Päckchen zu tragen“, sagte Hundertmark einmal. Das hielt ihn aber nicht davor ab, sich weiter zu engagieren.

Als Vorsitzender des Kreissportbundes wurde er im Juni 2005 Nachfolger von Günter Engelking. In dieser Funktion setzte sich Hundertmark bis zu seinem Tod für die Interessen der heimischen Sportvereine ein, die aufgrund der demografischen Entwicklung seit Jahren mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben. Mit Weitblick und Engagement trieb Hundertmark als KSB-Chef auch die Kooperation der Kreissportbünde im Weserbergland voran, um den Sportverband fit für die Zukunft zu machen. Um die Kräfte zu bündeln, machte er sich jahrelang auch für die Fusion der Kreissportbünde stark. Vergeblich. Die Kritiker in den Vereinen und Verbänden ließen sich von seiner Vision nicht überzeugen.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit als KSB-Chef war für ihn eine Herzensangelegenheit, genauso wie sein Engagement für seinen Heimatverein Schwalbe Tündern, dessen Vorsitzender er von 2005 bis 2011 war. Seit seinem zehnten Lebensjahr und damit 60 Jahre war der Tünderaner Mitglied des Klubs, für den er nach Ende seiner aktiven Fußballer-Zeit in unterschiedlichen Funktionen tätig war: unter anderem als Trainer, Jugendleiter und Vorsitzender.

Besonders hervorzuheben ist die von ihm initiierte Gründung des Fördervereins „Sporthilfe Blau-Weiß Schwalbe Tündern“, dessen Vorsitzender er bis zuletzt war. Als für die Zukunft des Vereins besonders bedeutsam hat sich die auf seine Initiative zurückgehende Fusion mit dem damaligen Verein HSC Hameln erwiesen. Dadurch wurde auch die Nutzung der Hamelner Kampfbahn, auf der unter seiner Regie eine Flutlichtanlage installiert wurde, für den Trainings- und Punktspielbetrieb möglich. Für seine Verdienste wurde Hundertmark 2011 zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. „Er wird einen hervorragenden Platz in der Geschichte unseres Vereins behalten“, sagt Tünderns Vereinsvorsitzender Heinrich Düvel. Fred Hundertmark, der am vergangenen Freitag im Alter von 70 Jahren verstarb, hinterlässt seine Ehefrau Sonja und drei erwachsene Kinder.



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