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Nettelrede hat sich im Sturm verstärkt / Zittern sollen diesmal andere

Trainer Unger bläst zum Angriff

So wird’s gemacht: Nettelredes Trainer Oliver Unger im Gespräch mit Matthias Gassmann.

veröffentlicht am 28.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Foto: aro

Fußball (hjk). Das Toreschießen haben die Fußballer des TSV Nettelrede nicht gerade erfunden. Mit nur 31 Treffern in 30 Spielen gehörten die Akteure von Trainer Oliver Unger (35) in der vergangenen Saison zu den Minimalisten in der 8. Liga – lediglich der Tabellenletzte und Absteiger SG Flegessen/Süntel war mit nur 36 „Buden“ noch harmloser im Angriff als der TSV, der als Tabellen-13. dennoch das Klassenziel erreichte – und alle waren zufrieden. Ein Sturz in die Leistungsklasse hätte den Verantwortlichen um Vereinschef Heiko Wente auch überhaupt nicht ins Konzept gepasst, schließlich wurde der Verein in diesem Jahr 100 Jahre alt.

„Alt aussehen“ freilich will der Kreisligist nicht in der nun beginnenden Saison 2009/10. Wieder heißt das Ziel nur Klassenerhalt, auch wenn einige Optimisten im Deister-Sünteltal bereits von einem einstelligen Tabellenplatz träumen. Damit wird’s nichts, denn die Konkurrenz ist groß. Aber eines haben sich Unger und seine Schützlinge ganz fest vorgenommen: sie wollen den Klassenerhalt möglichst frühzeitig unter Dach und Fach bringen – und das Zittern anderen Klubs überlassen. Vom Stammpersonal ist lediglich Torhüter Alen Coric nicht mehr dabei.

Nachdem Oliver Unger in der letzten Saison „eine gewisse Torgeilheit“ bei seinen Spielern vermisste, hat der TSV einiges für den Angriff getan. Der 22-jährige Jaspar-Rouven Tilgner kam vom Absteiger TSV Hamelspringe. Er soll im offensiven Mittelfeld Akzente setzen. Nach zweijähriger Pause ist jetzt auch der Eimbeckhäuser Matthias Thiele wieder am Ball. Der 22-Jährige hatte vor seiner Auszeit die Jugend von HSC Tündern durchlaufen. Ein Mann für die Offensive ist auch Abdi Issam (21, bisher VfB Eimbeckhausen). Damit ist der TSV im Angriff künftig deutlich breiter aufgestellt. In der letzten Saison spielte der 29-jährige Stefan Schwanz (10 Treffer) zumeist die Rolle des Alleinunterhalters.

Den Defensivbereich verstärkt André Kermbach (25). Ihn kennt der Trainer noch aus seiner Zeit beim SC Völksen. Übrigens: als Völksener fand der neue Nettelreder Coach letzte Saison nicht auf Anhieb jeden Sportplatz in Hameln-Pyrmont. Diese Sorge hat er jetzt nicht mehr …

Dewezet-Prognose: Der TSV Nettelrede schafft den Klassenerhalt – aber mehr als Platz 11 oder 12 ist in der 8. Liga nicht drin.



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