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Fußball: FC Preussen feiert Aufstieg bis in die Morgenstunden

„Tor-Towskis“ Trikot wandert nach Osterwald

HAMELN. Die Nacht der Preussen wurde lang und länger! Erst als die Vögel schon wieder fröhlich zwitscherten, war Abpfiff bei der Jubelparty. Der scheidende Trainer Marcel Pöhler brachte es schließlich auf den Punkt: „Das war der Aufstieg aber auch wert.“ Sein Bett sah der Coach nur kurz.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 15:46 Uhr

Sebastian „Tor-Towski“ Latowski in Siegerlaune. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Denn am Morgen nach der großen Sause war er schon wieder im Vereinsheim. Aufräumen mit dem harten Kern war dort angesagt. Nicht dabei war Sebastian Latowski, der in den beiden Relegationsspielen den Mega-Hammer rausholte und die Preussen mit sieben Toren fast im Alleingang in die 7. Liga schoss. Gegen Neuhof hatte er in der ersten Halbzeit noch mächtig gezittert: „Als ich nach fünf Minuten den Kopfball nicht ins Tor brachte, hatte ich ein mulmiges Gefühl.“ Doch nach der Pause war alles gut.

Nach seinem dritten Treffer durfte der „Chef vom Dienst“ sogar vorzeitig Feierabend machen. „Sebastian spielte total am Limit. Da habe ich ihn nach dem 3:0 erlöst und auf die Bank geholt“, klärte Pöhler auf, denn viele Fans hatten schon befürchtet, dass „Latte“ nach seinem Hattrick von seinen Mitspielern beim anschließenden Torjubel verletzt worden war. Dem war aber nicht so, doch sie hatten ihrem Torgaranten wohl die letzte Luft aus den Lungen gepresst, als sie ihn nach seinem dritten Tor im Freudenpulk förmlich erdrückten.

„Tor-Towski“, wie er spätestens nach seiner Relegations-Gala genannt wird, war total platt und heilfroh, dass er endlich auf der Bank durchschnaufen durfte. Viel Zeit blieb aber nicht, denn nach dem Abpfiff präsentierte sich der Torjäger schon wieder mittendrin statt nur dabei. Und für die Spieler der SF Osterwald war Latowski einfach „der Größte“, denn dank seiner Tore dürfen sie künftig in der 1. Kreisklasse spielen. Hamelns Topstürmer ließ die dankbaren Osterwalder dann auch nicht mit leeren Händen stehen. „Tor-Towskis“ Trikot wanderte in den Ostkreis und wird künftig im Sportheim einen Ehrenplatz einnehmen. Im Original und nicht erst durch die Waschmaschine und den Trockner gejagt.

Keinesfalls als Frühaufsteher entpuppte sich auch Hamelns Teammanager Toni Kierakowitz. Nach dem dritten Aufstieg in Folge und der großen Fete gönnte er sich erst einmal eine „Mütze voll Schlaf“. Kierakowitz klärte aber schon mal eine noch offene Personalfrage. Jos Homeier vom TSV Nettelrede wechselt nicht zu den Preussen. Der Torjäger der 1. Kreisklasse wird künftig das Trikot des Landesliga-Aufsteigers Eges-torf-Langreder II tragen.

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