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Rekord in Hemeringen / Trainer Klotz : „So etwas habe ich noch nicht erlebt“

Torhüter-Parade beim VfB: Elf auf dem Posten zwischen den Pfosten

Auf Ballhöhe: Marc Stankowiak war nur einer von insgesamt elf Torhütern in der abgelaufenen Saison beim Kreisligisten VfB Hemeringen.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Foto: nls

Fußball (ro). Elf Torhüter in 30 Spielen – auf dem Posten zwischen den Pfosten wechselten beim VfB Hemeringen in der abgelaufenen Saison die Handschuhe schneller den Besitzer als auf dem „Grabbeltisch“ im Winterschlussverkauf. Dem Kreisligisten ist damit ein Platz in den Rekordlisten des DFB sicher. Selbst ein Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde scheint nicht ganz ausgeschlossen.

„Das war der helle Wahnsinn, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Seuche fing mit dem Kreuzbandriss von Alexander Wagner am 14. September in der Partie gegen Tündern II an“, erinnert sich Trainer Thilo Klotz. Fortan herrschte, bedingt durch weitere Verletzungen, ein reges Kommen und Gehen auf der Linie. Selbst Klotz musste zwischenzeitlich das Torhütertrikot überstreifen. Auch ein Novum für den 43-Jährigen. Einige Male in ungewohnter Rolle präsentierte sich zudem Torjäger Eugen Fabrizius, der ganz nebenbei auch noch 27 Saisontreffer erzielte.

Ebenfalls zur Nummer eins beim VfB avancierten Marian Hartung, Marc Stankowiak, Marcel Brezesowsky, Georg Köbke, Jan Köhler und Oliver Hesselbarth. Hilfe in der Not kam auch aus der Altligamannschaft. Thomas Reineke und Erwin Borgmann konnten so ihre Bilanz in der 8. Liga noch unverhofft um ein paar Einsätze aufpolieren.

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Torhüter Hartung Foto: nls

Wohl dem Verein im Kreis Hameln-Pyrmont, der einen derartigen Fundus an gelernten und ungelernten Schlussleuten hat. Dass Hemeringen bei einem derartigen Tohuwabohu im Kasten am Saisonende dann mit 107 Gegentreffern die schlechteste Bilanz aller Kreisligisten aufwies, konnte allerdings keinen wirklich überraschen, spielte letztlich aber auch keine Rolle.

Viel wichtiger war der Klassenerhalt, der mit einer grandiosen Aufholjagd nach der Winterpause noch unter Dach und Fach gebracht wurde. Sieben waren es nach der Hinrunde, 35 nach der Rückrunde. Das reichte. „Ich bin heilfroh, das diese Zittersaison für uns noch glücklich geendet hat“, bilanzierte Klotz.

Als Protagonisten der wundersamen Rettung sieht er in erster Linie die beiden Wintereinkäufe Daniel Maga-schütz und Björn Bertram an, die von Beginn zu Führungsspielern avancierten.

Eine überragende Saison spielten neben Sturm-Ass Fabrizius auch die 19-Jährigen Lukas Klöpper und Nico Vogler. Mit Maximilian Magerkurth (07) und Felix Senf (Göttingen) stehen schon zwei Neuzugänge fest. Gesucht wird noch ein neuer Stammtorwart. Wen wundert’ s?



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