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Lauenstein, ESV, Hastenbeck und Aerzen erreichen die Finalrunde

Torflaute ohne Shaw – Mädchen aus Tündern erleben ihr Waterloo

Zweikampf zwischen Mara Looft (MTV Lauenstein II, rechts) und Jessica Diestelhorst (HSC BW Tündern II).

veröffentlicht am 23.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

Foto: nls

Fußball (rhs). Tünderns Trainer Dirk Kasenburg konnte es einfach nicht fassen! „Da sind wir ohne jeden Punktverlust durch die Vorrunde marschiert, haben in zehn Spielen 30 Punkte geholt und 24 Tore geschossen – und jetzt stehen wir mit leeren Händen da“, war der Coach der Blau-Weißen, der mit seinem Team ein Waterloo erlebte, schockiert. Denn in den fünf Spielen des Halbfinales um die Hallen-Kreismeisterschaft gab es für seine B-Juniorinnen ganze zwei Pünktchen. Und mit dieser mageren Ausbeute schied sein Team als Fünfter sang- und klanglos aus. Auch die zweite Mannschaft, die von Thomas Haß betreut wurde, blieb auf der Strecke – sogar als Schlusslicht des Sechserfeldes.

Der Grund des Ausscheidens lag auf der Hand. Ohne ihre Torjägerin vom Dienst, Shannon Shaw, die wegen des Geburtstages ihrer Mutter fehlte, war die Mannschaft nicht nur ihrer „Knipserin“ beraubt, sondern zu allem Übel war auch die Reservebank noch äußerst dünn besetzt. Mitentscheidend für das überraschende Aus von Tündern war aber auch, dass die Konkurrenz gegenüber der Vorrunde mächtig aufgerüstet hatte und sich somit wesentlich stärker präsentierte.

Den besten Eindruck hinterließ in der Sporthalle West der MTV Lauenstein II. Das Team von Trainer Karsten Pramann gewann alle fünf Spiele und feierte gegen den MTSV Aerzen mit 12:0 sogar den höchsten Sieg des Tages. Aber auch das 5:0 gegen den SV Hastenbeck konnte sich sehen lassen. In der Finalrunde beachtet werden muss aber auch der ESV Hameln. Zwar unterlagen die Schützlinge von Trainer Markus Mende mit 0:1 gegen Lauenstein und schafften nur eine magere Nullnummer gegen Tündern I – aber in der Mannschaft um die quirlige und kaum zu bremsende Michelle Schrader steckt viel Substanz und Spiellaune. Als Hecht im Karpfenteich könnte sich der drittplatzierte SV Hastenbeck beim Finale am 7. März in Bad Pyrmont entpuppen.

Die Mädchen von Trainerin Sabine Thimm unterlagen zwar dem ESV (0:1) und Lauenstein (0:5), feierten aber drei Siege und kamen so auf neun Punkte. Camilla Seeland und Neuzugang Selen Sariboga haben der Mannschaft Stabilität und auch mehr Durchschlagskraft gegeben.

Das Trio wird in der Badestadt komplettiert durch den MTSV Aerzen. Das Team von Trainer Matthias Wunder wird allerdings trotz zweier Siege gegen Tündern nicht über eine Außenseiterrolle im Finale hinauskommen.



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