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Fußball: Finales Meisterrennen in Afferde, Tündern und Bad Pyrmont

Titel oder Tränen?

HAMELN-PYRMONT. Es knistert und kribbelt, denn das Fußball-Wochenende der Superlative naht. Titel oder Tränen? Das ist im Kreisgebiet die Frage aller Fragen. Denn gleich in drei Ligen fällt am finalen Spieltag auch die ultimative Entscheidung in Sachen Meisterschaft.

veröffentlicht am 26.05.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Fußball-Herz, was willst Du mehr, denn noch brisanter kann eine Saison wohl nicht mehr enden. Blickpunkt Kreisliga: Hier geht der große Showdown am Samstag um 16 Uhr in Afferde über die Bühne. Spitzenreiter Eintracht (60) erwartet Verfolger TSV Bisperode (59) und geht dabei mit dem kleinen Vorteil von einem Punkt Vorsprung ins Meisterennen. Wer rechnen kann, weiß: Der Mannschaft von Trainer Dietmar Harland würde schon ein Remis zum direkten Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga reichen. Gelingt das nicht, bliebe als Trostpreis wenigstens noch die zweite Chance in der Relegation. Nach einer gefühlten Ewigkeit als Kreisliga-Primus wollen sich Kapitän Timo Guschewski und seine Teamkollegen aber nicht ausgerechnet am letzten Spieltag noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Außerdem hat die Eintracht auch noch eine dicke Rechnung offen, denn unlängst beim 0:3 im Kreis-Pokalfinale lief gegen den TSV Bisperode gar nichts. Kein Glück, aber viel Pech war dort in Lauenstein angesagt. Corriger la Fortune ist deshalb die Maxime von Dietmar Harland, dessen Team zusätzlich durch den Last-Minute-Sieg in Salzhemmendorf beflügelt sein dürfte. Aber auch für sein Pendant Markus Schwarz steht in diesem Meisterfinale viel auf dem Spiel: Er muss gewinnen – ohne wenn und aber. Zuversichtlich macht ihn, dass seine Mannschaft in dieser Saison als einzige im Kreisgebiet noch kein Spiel verloren hat. Da soll der bittere Kelch der ersten Niederlage nun auch in der wichtigsten Begegnung am TSV vorübergehen. Kommt es aber anders, bleibt auch nur die Relegation.

Blickpunkt Frauen-Landesliga: Wer die Annalen bemüht, der dürfte feststellen, das zwei heimische Frauenmannschaften aus dem Kreisgebiet in einem echten Endspiel den Aufstieg in die Oberliga unter sich ausmachen, ist ein Novum. Hastenbeck (40) oder Tündern (39) – nur auf eine Mannschaft wartet der Fahrstuhl nach oben. Langezeit hatte der HSC die besseren Karten, doch ausgerechnet am letzten Wochenende stürzte Trainer Alexander Stamm mit seinen Frauen vom Tabellenthron. Kontrahent Jens Günther nutzte mit seiner Elf die Gunst der Stunde, zog vorbei und ist nun auch am Sonntag (13 Uhr) in Tündern leicht favorisiert. Zweimal trafen die Teams bislang im Pokal (1:6) und im Hinspiel (0:5) aufeinander – zweimal handelte sich der HSC deftige Niederlagen ein. Doch jetzt geht es um die Wurst, könnte die Stamm-Elf mit einem Sieg im dritten Versuch den erneuten Durchmarsch noch perfekt machen. Blickpunkt Bezirksliga: Noch 90 Minuten bis zur möglichen Krönung und der ersehnten Rückkehr in die Landesliga. Die Spielvereinung Bad Pyrmont (69) muss wohl kaum noch einmal ernsthaft um die Meisterschaft bangen. Zwei Punkte Vorsprung vor Verfolger FC Stadthagen (67) sollten reichen, denn die Mannen von Spielertrainer Philipp Gasde spulten ihr Pensum zuletzt sehr souverän herunter und dominierten die Konkurrenz nach Belieben. Daran dürfte sich auch Samstag (16 Uhr) nicht viel ändern, es sei denn Absteiger SV Holzminden zeigt viel Biss – und kann den Favoriten bei seiner Abschiedsvorstellung an der Südstraße noch einmal ärgern.

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Alex Stamm


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