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Jens Günther ist neuer DFB-Stützpunkttrainer in Hameln

Tipps, Tricks und Taktik: Talente trainieren fleißig

Fußball (aro). Milard trägt das Trikot von Messi, Lukas von Bordon und Felix von Diego. Auch die Trikots von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft sind bei den talentierten Nachwuchskickern, die immer montags unter der Regie der DFB-Stützpunkttrainer Jens Günther und Werner Brennecke trainieren, heiß behehrt. Viele Jungs träumen davon, selbst einmal bei einem Top-Klub oder in der Nationalmannschaft zu spielen. Ob die Zehnjährigen das irgendwann einmal schaffen können, steht in den Sternen.

veröffentlicht am 22.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:21 Uhr

Talente gibt es wie Sand am Meer. „Aber nur ganz wenige Spieler schaffen es bis in die Bundesliga“, warnt Günther vor zu großen Hoffnungen. Seit zwei Wochen ist der 38-Jährige, der im Sommer seine B-Lizenz machte, DFB-Stützpunkttrainer in Hameln. Der Juniorencoach von Germania Beber-Rohrsen ist Nachfolger von Uwe Klose.

Tipps, Tricks und Taktik stehen immer montags auf dem Trainingsplan, wenn sich die 30 besten Nachwuchskicker aus dem Kreis der Jahrgänge 1997/98 auf dem Rasenplatz der SG 74 tummeln. Der DFB und NFV betreiben allerlei Aufwand, um die talentiertesten Spieler im Lande zu finden. Auf dem ersten Blick gleicht es der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch das System der Talentsuche und -förderung scheint zu funktionieren.

Ein Beispiel ist Christopher Buchtmann: Der Aerzener, der als 16-Jähriger zum FC Liverpool wechselte, wurde im Mai dieses Jahres mit der U17-Nationalmannschaft Europameister. „Christopher ist ein Ausnahmespieler“, berichtet Brennecke, der den 97er Jahrgang betreut, stolz. Gleiches gilt für Jannik Hilker, der inzwischen für die Bundesliga-Reserve von Hannover 96 kickt. Transfers zu Klubs oberhalb der Oberliga sind aber die Ausnahme.

Talente üben mit Ball. Foto: nls

Vom Profifußball ist man in Hameln noch meilenweit entfernt. Aber Günther und Brennecke nehmen ihre Aufgabe als Stützpunkttrainer trotzdem sehr ernst. Ihre Philosophie: Wer die Förderung verdient, soll sie auch erhalten. Um die Talente zu finden, wurde ein dichtes Netz gespannt. Beim Sparkassen-Cup stellen alle Vereine des Kreises ihren E-Junioren-Jahrgang vor. „Wer sich dort empfehlen kann, erhält eine Einladung von uns“, sagt der Trainer, der vor zu großen Erwartungen warnt. „Viele Kinder wechseln viel zu früh den Verein, weil es Eltern gibt, die zu ehrgeizig sind.“

Günther plädiert dafür, dass die Spieler bis zur C-Jugend bei ihren Heimatvereinen bleiben: „Die Jungs können sich dort besser zu Führungsspielern entwickeln, weil sie im Team mehr Verantwortung übernehmen müssen als in einem mit Talenten gespicktem Team, in dem sie nur Mitläufer sind.“



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