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MTV Bad Pyrmont mit Trio bei der Bezirksmeisterschaft dabei

Talent und eine Prise Ehrgeiz

Turnen (rhs). Sie sind blutjung und haben ihre sportliche Karriere somit noch vor sich. Dennoch sind sie sehr ehrgeizig und fast schon besessen, möglichst schnell in ihren Leistungen Schritt für Schritt voranzukommen. Die Rede ist von Julia Pape (9), Madison Horn (8) und Jana Nikoletta Kautza (7). Die drei Turnerinnen des MTV Bad Pyrmont wollen bereits am Wochenende in Hannover-Döhren beweisen, dass ihre guten Platzierungen vor wenigen Tagen bei den Kreismeisterschaften in Bodenwerder keine Eintagsfliegen waren, sondern dank ihres Trainingsfleißes eigentlich voraussehbar war. Zwar ist sich ihre Trainerin und zugleich „Entdeckerin“ Waltraud Leitsmann darüber im Klaren, dass es ihre kleinen Schützlinge gegen die Übermacht in der Landeshauptstadt sehr schwer haben werden, auch nur in die Nähe der Treppchenplätze zu kommen. Aber auch schon eine Platzierung im Mittelfeld wäre für die 52-jährige ein toller Erfolg.

veröffentlicht am 20.04.2010 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

Talentiert: Julia Pape, Madison Horn und Jana Nikoletta Kautza.

„Wenn man unsere bescheidenen Trainings-Verhältnisse in der Turnhalle an der Oesdorfer Straße betrachtet, wo moderne Turngeräte wie beispielsweise ein Sprungtisch weiterhin Wunschdenken sind, dann sind die Leistungen der drei Aushängeschilder gar nicht hoch genug zu bewerten“, so die viel beschäftigte Spartenleiterin, die obendrein auch noch die anderen Mädchen und auch die Jungen an mehreren Tagen in der Woche an den Geräten betreut. Fragt man die beim VTSV Hämelschenburg groß gewordene, später in Lügde und seit zwölf Jahren beim MTV tätige C-Lizenzinhaberin nach ihrem größten Talent, dann nennt sie sofort Jana Nikoletta Kautza.

„Was sie in ihrem Alter schon kann, dass lässt für die Zukunft hoffen. Vor allem beim Handstand kommt sie sehr schnell hoch, aber auch bis zum sauberen Spagat ist es nicht mehr weit.“ Trotz dieser Vorzüge startet sie in Döhren im Pflichtvierkampf der Klasse P 5 b und nicht in den strenger bewerteten Klassen P 5/P 6, wo ihre beiden Vereinskameradinnen sich der Konkurrenz stellen müssen.

Während Jana und Julia am liebsten ans Reck gehen und am Schwebebalken stets ein „mulmiges Gefühl haben“, hat Madison vor der Eisenstange den größten Bammel. „Mein Lieblingsgerät ist der Schwebebalken, auch wenn ich mich schon einmal bei einem Ausrutscher verletzt habe“, so die Drittklässlerin, die als einzige in der Kernstadt wohnt – im Gegensatz zu Jana und Julia, die stets vom Hagen herunterkommen müssen.

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