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Dewezet-Umfrage: Das sagen die heimischen Trainer der 8. Liga dazu

Super-Kreisliga: Fluch oder Segen?

Hameln-Pyrmont. Mit der geplanten Fusion der Fußball-Kreise Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden können sich die heimischen Kreisliga-Teams noch nicht so richtig anfreunden. Die Dewezet-Sportredaktion sprach mit einigen Trainern.

veröffentlicht am 24.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Aus den drei Fußball-Kreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden soll künftig einer werden (wir berichteten). Wird die vom Niedersächsischen Fußball-Verband angeregte Fusion in absehbarer Zeit tatsächlich umgesetzt, dann würde sie vielleicht auch unweigerlich kommen: Die neue „Super-Kreisliga“. Zusammengesetzt aus den zu dem Zeitpunkt besten Mannschaften der jeweiligen achten Ligen. Fluch oder Segen? Die Dewezet-Sportredaktion hörte sich zum Thema einmal unter Trainern im heimischen Kreisoberhaus um.

Afrim Osmani (Trainer TSG Emmerthal): „Wenn es denn irgendwann so kommt, wäre das sportlich bestimmt eine attraktive Liga. Aber es gäbe dann nicht mehr so viele zuschauerträchtige Derbys. Außerdem wären die Fahrten zu den Auswärtsspielen wesentlich weiter, das könnte auch finanzielle Probleme geben.“

Peter Roefs (Trainer SpVgg. Bad Pyrmont II): „Damit ist natürlich ein größerer sportlicher Anreiz gegeben. Aber ich sehe vor allem Probleme in der Logistik. Denn durch die deutlich weiteren Fahrten wird auch die Belastung für die Spieler deutlich größer. Und bei Auswärtsspielen muss viel mehr Zeit investiert werden. Deshalb wage ich zu bezweifeln, dass all diese Fakten bei den Spielern immer gut ankommen.“

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Oliver Bock (Salzhemmend.) mo

Oliver Bock (Trainer BW Salzhemmendorf): „Sportlich wäre das zwar sicher ein Anreiz, aber man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Für uns und unsere Fans wären die dadurch anstehenden Fahrten ja fast schon eine Weltreise. Das ist kaum zumutbar. Eine Kreisliga lebt immer noch von Derbys und die könnten durch die Reform zum größten Teil wegfallen. Das Hauptaugenmerk sollte man weiterhin auf die Zuschauernähe legen.“

Dietmar Harland (Trainer Eintracht Afferde): „Da kann ich Andreas Wittrock schon verstehen, wenn er sagt, dass solch ein Zusammenschluss mit ihm nicht zu machen sei. Ich halte es auch nicht für sinnvoll, denn der Aufwand wäre zu groß. Die dann anstehenden weiten Fahrten kosten nicht nur mehr Geld, sie sorgen auch für die Spieler für eine noch höhre Belastung. Nicht nur wir haben viele Studenten und Schichtarbeiter in der Mannschaft. Vielleicht wäre, wenn es denn tatsächlich zum Zusammenschluss kommen sollte, so etwas wie eine zweigleisige Bezirksklasse sinnvoll.“

Stephan Schröer (Trainer MTV Lauenstein): „Das würde erst einmal logistisch und finanziell für einen wesentlich größeren Aufwand bei den Vereinen sorgen. Der jetzige Reiz der Kreisliga würde wegfallen und vor allem der Derbycharakter deutlich verwässert. Wer schon einmal ein Ostkreis-Derby miterlebt hat, würde die brisanten Emotionen dieser Spiele bestimmt vermissen. So ein Zusammenschluss würde da wohl eher zu einer recht sterilen Liga führen.“



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