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Supercup bleibt auf dem Hagen!

Kaum jemand hätte es für möglich gehalten: TuS Germania Hagen wiederholt seinen großen Supercup-Triumph aus dem Vorjahr und verteidigt damit den Titel!

veröffentlicht am 25.01.2020 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.01.2020 um 23:30 Uhr

Es ist das zweite Supercup-Kapitel, das die Germanen ihrer Vereinsgeschichte hinzufügen – nach dem erstmaligen Sieg 2019, folgte nun direkt der erneute Erfolg. Zum vielumjubelten Matchwinner wurden dabei nicht die „üblichen Verdächtigen“ wie Torschützenkönig Florian Büchler (6 Tore), Yousof Issa oder Marcus Middel. Es war Keeper Niclas Groß, an der freien Luft eigentlich im Mittelfeld zu Hause. Der „ungelernte“ Schlussmann der Hagener überzeugte nicht nur zwischen den Pfosten, sondern bereicherte das Spiel seiner Vordermänner mit technischer Finesse und einem strammen Vollspann. So auch im Finale: Groß erzielte gegen den eigentlichen Favoriten BW Tündern beide Treffer und hatte so maßgeblichen Anteil am Finalsieg. „Ich war zum ersten Mal beim Supercup. Es hat eine unglaubliche Atmosphäre geherrscht. Insgesamt war es ein verdienter Sieg im Endspiel, aber die Tore sind glücklich gefallen. Jetzt freuen wir uns auf einen geilen Abend“, kündigte Groß im Anschluss an die Siegerehrung die große Supercup-Sause an. Die Blau-Weißen erlebten indes eine weitere bittere Niederlage beim größten Hallenturnier Hameln-Pyrmonts – erneut waren sie so nah dran, nur um am Ende mit (fast) leeren Händen dazustehen.

„Final Four“: Zwei dramatische Halbfinals


Der Weg ins Finale war für die Fußballer vom Hagen ein steiniger; in der Gruppenphase wurden die Mannen um Trainer Paul Bicknell vor dem VfR Evesen und der TSG Emmerthal relativ ungefährdet Erster. Doch anschließend kam es im Viertelfinale direkt zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels: Der Gegner war kein geringerer als der heute stark aufspielende MTSV Aerzen. Hagen lag bis in die Schlussphase des Duells mit 0:1 und 1:2 hinten – bis sich Büchler & Co. im Schlussakt für ihren großen Aufwand belohnten und das Spiel zu einem 3:2-Sieg drehten. Im Halbfinale wartete anschließend mit der SSG Halvestorf ein weiterer hoch gehandelter Titelkandidat. Diesmal machte der überragende Florian Büchler den Unterschied. Er erzielte im Alleingang die beruhigende 2:0-Führung – innerhalb von nicht einmal zwei Minuten. Niklas Williams verkürzte anschließend zwar auf 1:2 für die SSG, doch kurz vor Schluss unterlief dem sonst so ballsicheren Cezar Paraschiv ein folgenschwerer Patzer. Lenard Gallapeni stibitze ihm die Kugel von den Füßen und schob die Kugel zur 3:1-Entscheidung in die leeren Maschen ein. Damit waren die Steine aus dem Weg geräumt, der Pfad ins Finale geebnet – der Rest ist Geschichte.

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Kreisligisten ohne Chance

Für die drei Mannschaften auf Kreisebene – BW Salzhemmendorf, FC Preussen Hameln und die TSG Emmerthal – war hingegen viel früher Schluss. Sie belegten alle drei den jeweils letzten Platz ihrer Gruppen und schieden nach nur zwei Partien aus. Zumindest Salzhemmendorf kratzte am Viertelfinaleinzug, lieferte sich einen spannenden und torreichen Krimi mit dem MTSV Aerzen. Kurz vor Schluss erzielten die Ostkreisler das 4:3 und standen plötzlich in der K.O.-Runde – allerdings antworteten die Hummetaler umgehend und glichen Sekunden vor Schluss wieder aus. Damit war auch „Solte“ raus aus dem Wettbewerb. Dem Landesligisten und Mitfavoriten Barsinghausen erwischte überraschend früh. „Basche“ verabschiedete sich ebenfalls in der Vorrunde.

Lachem & Bad Pyrmont: Im Viertelfinale Schluss

Ganz weit vorne wurden der SV Lachem und die SpVgg. Bad Pyrmont gesehen – beide mussten im Viertelfinale die Segel streichen. Lachem verlor überraschend deutlich mit 1:4 gegen Tündern, knüpfte nicht im Ansatz an die überragenden Leistungen aus den Qualifikationsturnieren an. Die Kurstädter erlebten hingegen einen unglücklichen Abschied, verloren im Neunmeterschießen gegen den Schaumburger Bezirksligisten Evesen. Die Eintracht Afferde kam ebenfalls nicht über besten Acht hinaus; nach einer starken Gruppenphase traf das Team um das Trainerduo Bock/Mau auf die SSG Halvestorf und musste sich mit 2:3 geschlagen geben.

Auszeichnungen für Moniac, Tegtmeyer & Büchler

Zum besten Torhüter des Turniers wurde Fabian Moniac ernannt. Umso beeindruckender wird seine Auszeichnung, da es in persona Niclas Groß (Germania Hagen), Kolja Kowalski (BW Tündern), Frederik Quindt (MTSV Aerzen) und Alexander Deppe (Bad Pyrmont) extrem fähige Konkurrenz gab. Bester Spieler wurde Robin Tegtmeyer von BW Tündern und Büchler sicherte sich mit sechs „Buden“ die Torschützenkanone.



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