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Judo: Nicolas Kunze startet bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen in Baku

„Süßigkeiten sind tabu“

AERZEN. Bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen (EYOF) in Baku werden vom 20. bis 28. Juli etwa 4000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 50 Nationen in zehn Sportarten um Medaillen kämpfen. Einer davon Nicolas Kunze vom MTSV Aerzen.

veröffentlicht am 17.07.2019 um 20:00 Uhr

aro

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

„Ein bisschen nervös bin ich schon“, erzählt Nicolas Kunze. Kein Wunder, denn zum ersten Mal in seiner noch jungen Judo-Karriere nimmt der 17 Jahre alte Schwarzgurtträger des MTSV Aerzen an den Europäischen Olympischen Jugendspielen (EYOF) in Baku teil. In der am Kaspischen Meer gelegenen Hauptstadt Aserbaidschans werden vom 20. bis 28. Juli etwa 4000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 50 Nationen in zehn Sportarten um Medaillen kämpfen. Einer davon ist Nicolas Kunze.

Seinen Koffer hat der 17-Jährige, der in seiner Alters- und Gewichtsklasse (U18 bis 60 Kilogramm) zu den besten in Deutschland zählt, bereits gepackt. Denn schon am Freitag trifft sich die Nationalmannschaft des Deutschen Judo-Bundes (DJB) am Flughafen in Frankfurt am Main und fliegt mit Bundestrainer Bruno Tsafack nach Baku. „Ich freue mich schon riesig und kann kaum erwarten, dass die Reise endlich losgeht. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet.“

Das EYOF, das seit 1991 im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird, soll bei den jungen Talenten den Traum wecken, irgendwann einmal bei Olympischen Spielen zu starten. Davon träumt auch Kunze, der sich in den vergangenen Monaten intensiv auf den internationalen Wettkampf vorbereitet hat: „Ich trainiere fast jeden Tag zwei Stunden. Mein Ziel ist es, in Baku eine Medaille zu gewinnen und mich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.“

Zuletzt stand für Kunze noch ein Trainingslager in Köln auf dem Programm, wo die deutsche und französische Nationalmannschaft eine Woche lang gemeinsam trainiert haben. Neben Judo standen auch Kraft- und Ausdauertraining auf dem Trainingsplan sowie Regeneration in der Sauna und Eisbecken. Im Rahmen des Trainingslagers in Köln wurde die deutsche Judo-Nationalmannschaft mit einem einheitlichen Outfit ausgestattet – wie die Athleten bei den Olympischen Spielen.

„Wir haben verschiedene T-Shirts, Pullover, Jacken, Hosen, aber auch Schuhe und Socken bekommen.“ Und für die Wettkämpfe auch neue Judoanzüge. „Bei der Abschlussbesprechung hat Bundestrainer Bruno Tsafack uns noch mal klargemacht, dass wir nicht nach Baku fliegen, um Spaß zu haben, sondern um für Deutschland um Medaillen zu kämpfen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, mein Bestes zu geben“, verspricht Kunze, der bis zu seinem ersten Wettkampf am 24. Juli (Mittwoch) noch zwei Kilogramm abnehmen muss, um sein Wettkampfgewicht von 60 Kilogramm zu erreichen. Beim Wiegen darf Kunze kein Gramm zu schwer sein. „Das ist aber kein Problem für mich, das bin ich als Judoka schon gewohnt. Ich achte sehr auf meine Ernährung und esse zum Beispiel viel Salat mit Hühnerfleisch. Süßigkeiten sind vor Wettkämpfen tabu“, sagt Kunze. Neben ihm gehören auch Bettina Bauer, David Ickes, Kevin Abelshauser, Anna Olek, George Udsilauri, Daniel Udsilauri, Victoria Folger, Tim Möller, Samira Bock und Jule Ziegler zum Nationalkader des Deutschen Judo-Bundes für Baku. „Wir werden dort in einer Art kleinem olympischen Dorf untergebracht und in Wohngemeinschaften wohnen. Mit wem ich aufs Zimmer komme, weiß ich aber noch nicht.“

Information

Blog aus Baku

Wenn Nicolas Kunze das erste Mal in seiner noch jungen Judo-Karriere zu den Europäischen Olympischen Jugendfestival nach Baku reist, können unsere Leserinnen und Leser hautnah dabei sein. In einem Internet-Blog schreibt der 17-jährige Aerzener ein Tagebuch über seine Erlebnisse in der am Kaspischen Meer gelegenen Hauptstadt Aserbaidschans, in der sich vom 20. bis 28. Juli etwa 4000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 50 Nationen nicht nur um Medaillen kämpfen, sondern bestimmt auch viel erleben.



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