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Wut bei RW Hessisch Oldendorf nach dem Last-Minute-Abstieg

Sümer: „Wir fühlen uns betrogen“

Fußball (ro). Empörung, Wut und Frust bei RW Hessisch Oldendorf. Der Last-Minute-Abstieg aus der Leistungsklasse (wir berichteten) schlägt hohe Wellen bei den Verantwortlichen des Klubs.

veröffentlicht am 16.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:41 Uhr

„Wir fühlen uns vom Kreisverband betrogen und werden Einspruch einlegen“, macht der 2. Vorsitzende Gürsel Sümer seinem Ärger Luft.

Der Schock kam in der Mittagsstunde

Der 34-Jährige beruft sich dabei auf Verbandsaussagen im Vorfeld, wonach es definitiv nur zwei Absteiger aus der Leistungsklasse gibt. „Darauf haben wir uns verlassen. Für uns ging es somit in der Endphase der Saison eigentlich um nichts mehr“, lässt Sümer durchblicken.

Doch der Schock kam dann in der Mittagsstunde. Erst vor der sonntäglichen 1:4-Niederlage gegen das nun ebenfalls bedrohte Team von SW Löwensen wurde plötzlich bekannt, dass es einen dritten Absteiger gibt. „Das wussten wir aber nur, weil wir nach Gerüchten beim Kreisverband angerufen haben. Von alleine hat uns keiner informiert. Aus meiner Sicht eine bodenlose Frechheit“, wettert Sümer.

Auslöser des ganzen Ärgers ist der „Fall TSV Hamelspringe“, der die heile Fußball-Welt im Kreis gewaltig ins Wanken gebracht hat. Denn: Obwohl der Kreisligabsteiger sein Team zurückzog und keine Mannschaft in der Leistungsklasse stellt, wird er hier in der kommenden Saison noch geführt – und zwar als erster Absteiger. Ein Kuriosum allererster Güte. „So sind die Statuten. Und daran halten wir uns“, verwies der Spielausschussvorsitzende des Kreises, Bernd Sonnemann, schon am Sonntag auf den Paragrafen 3.6 der gültigen Ausschreibung. Zu einer weiteren Stellungnahme war er gestern nicht zu erreichen. „Warum die Leistungsklasse mit 13 anstatt mit 14 Teams spielen soll, leuchtet mir nicht ein“, wundert sich Sümer.

Sollte der Einspruch gegen den Abstieg keinen Erfolg haben, weiß er noch nicht, wie es bei RW Hessisch Oldendorf weitergeht. „Wir hatten unsere Planungen schon abgeschlossen. Nun ist es sehr fraglich, ob alle Spieler bleiben und ob die Neuzugänge auch wirklich kommen“, orakelt der 34-Jährige.

Auch der Fortbestand der 2. Mannschaft in der 2. Kreisklasse scheint, laut Sümer, nun nicht mehr gesichert.



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