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Führt Carolin Hunte VfL zum Sieg?

Sprünge, Salti und Schrauben

Turnen (aro). Sprünge, Salti und Schrauben beherrscht Carolin Hunte aus dem Effeff: Die Gymnasiastin ist zurzeit die beste Turnerin des VfL Hameln – und eigentlich auch eine der trainingsfleißigsten. Aber die Vorbereitungen für die Fortsetzung des Bezirksrundenwettkampfes in Hannover-Döhren (morgen, 15 Uhr) liefen nicht so optimal.

veröffentlicht am 12.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

Die Hamelnerin Carolin Hunte will mit dem VfL-Team große Sprünge

„Ich kann zurzeit nicht so oft trainieren, weil ich zweimal pro Woche bis 17 Uhr Schule habe.“ Obwohl die 17-Jährige momentan nur ein- bis zweimal pro Woche in der alten Sporthalle des Schiller-Gymnasiums am Sprungtisch, Barren, Schwebebalken und Boden üben kann, ist sie immer noch die Leistungsträgerin des Teams: „Ich bin ein ehrgeiziger Typ. Im Wettkampf versuche ich immer, alles zu geben.“

Ein Beleg dafür ist nicht nur der Gewinn der Goldmedaille bei der Landesmeisterschaft im April, mit dem sich die sympathische Sportlerin einen Traum erfüllte. Auch beim ersten Bezirksliga-Wettkampf (KM 3) im September überzeugte Hunte: An drei von vier Geräten bekam die talentierte VfL-Turnerin von der Jury jeweils die Tageshöchstwertung – nur beim Sprung nicht. Damals verzichtete Hunte zugunsten von Katharina Dohmeyer auf die vierte Disziplin. Das spricht zwar für den Teamgeist. Aber die Bezirksliga-Mannschaft des VfL gab so den sicher geglaubten Tagessieg noch aus der Hand. Am Ende hatte der TSV Burgdorf mit 145,5 Punkten knapp die Nase vorn.

Der VfL wurde mit 144,1 Punkten „nur“ Zweiter – vor dem VfL 1848 Hannover (132,2 Pkt.). Die Hamelnerin ist davon überzeugt, dass sie mit ihrer Mannschaft morgen noch an Burgdorf vorbeiziehen und den Titel holen kann. Das gesunde Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Schon am ersten Wettkampftag dominierte der VfL drei der vier Kategorien. Nur am Boden, eigentlich die Paradedisziplin der Hamelnerinnen, lief es nicht so gut.

„Wir sind meiner Ansicht nach zu schlecht bewertet worden“, kritisiert Hunte die Kampfrichter. Doch das ist für sie Schnee von gestern. Ihr Blick richtet sich nach vorne. Der Rückstand ist minimal. Der VfL liegt in der Gesamtwertung nur 1,4 Punkte zurück. „Das aufzuholen, ist durchaus machbar“, glaubt Hunte, die bereits seit elf Jahren beim VfL turnt. „Es macht mir immer noch Spaß. Aber ich habe das Gefühl, dass ich meine Leistungsgrenze erreicht habe“, gibt die 17-Jährige offen und ehrlich zu. Weil sie Trainingsrückstand habe, sei es zurzeit nicht möglich, neue Elemente zu lernen: „Ich zeige das, was ich kann.“

Zum Bezirksliga-Team gehören neben Hunte auch Melanie Eike, Katharina Dohmeyer, Alexa Paper, Kim Luehr und die erst zwölfjährige Pia Schlensog, die ein paar Tage mit Fieber im Bett lag. Sie ist aber wohl rechtzeitig wieder fit. Am Mittwoch trainierte Schlensog schon wieder mit. Ihrem Einsatz steht somit nichts mehr im Wege.

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