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Manager Melching bestätigt: Zweitligist Springe will einige Heimspiele in der Rattenfängerhalle austragen

Spielen die Handballfreunde in Hameln?

Glückwunsch, dass es endlich mit dem Aufstieg der Handballfreunde Springe in die 2. Bundesliga geklappt hat. Die Erleichterung muss riesig sein.

veröffentlicht am 28.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Dennis Melching, Manager der HF Springe: Ja, die Anspannung war groß, besonders im ersten Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit (beim 25:19-Sieg im ersten Relegationsspiel gegen HC Elbflorenz, Anm. d. Red.) nicht unbedingt überzeugt, aber die zweite Hälfte war großer Sport.

Dann mussten Sie nochmal zittern, als Elbflorenz bei der knappen 26:27-Niederlage im zweiten Spiel überraschend gut gegen Hagen mithielt.

Ich hatte Hagen auch stärker eingeschätzt und gedacht, dass sie deutlicher gewinnen.

Sie versuchen seit sechs Jahren, in die 2. Liga aufzusteigen – wie viel Zeit hätten Sie sich noch gegeben, wenn es wieder nicht geklappt hätte?

Schwer zu sagen. Ich würde das erste Jahr in der Regionalliga auch nicht mitzählen. Aber es waren fünf Jahre Arbeit, die wir investiert haben. Es war gut, die Zeit zu haben, um die Infrastruktur aufzubauen. Vor drei Jahren hätten wir in der 2. Liga große Probleme bekommen. Jetzt kann ich mir vorstellen, dass wir mit ein bisschen Arbeit die Chance haben, die Klasse zu halten.

Welche Hausaufgaben sind jetzt zu erledigen?

Wir müssen noch ein bisschen Geld einsammeln, um den Kader noch mehr zu verstärken. Ein bisschen mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum wäre nicht schlecht.

Vier Neuzugänge stehen ja schon fest.

Wieso vier?

Nach Rückraumspieler Maurice Herbold (Hildesheim) und Hendrik Pollex (Burgdorf) kommen Torhüter Stanislaw Gorobtschuk vom Zweitligisten ThSV Eisenach und auch Kreisläufer Oliver Tesch vom abstiegsbedrohten Erstligisten TSG Friesenheim, wie in der Dienstagausgabe der NDZ zu lesen war.

Da weiß die NDZ mehr als ich. Wir haben bisher in den Pressemitteilungen nur die Verpflichtungen von Gorobtschuk, Pollex und Herbold bekanntgegeben. Von Oliver Tesch war nicht die Rede.

Ihr neuer sportlicher Leiter Friedrich Kastening soll den Wechsel aber bereits bestätigt haben.

Ich weiß nicht, was da passiert ist. Da kann ich nichts zu sagen. Es sind jedenfalls mit dem Spieler noch einige Sachen zu klären, bevor wir an die Öffentlichkeit gehen.

Anderes Thema: Ist die Sporthalle an der Hamrsmühlen-straße in Springe überhaupt zweitligatauglich oder ist ein Umzug in die Hamelner Rattenfängerhalle geplant?

Ja. Wir planen, das eine oder andere Heimspiel in Hameln auszutragen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Sporthalle in Springe nicht zweitligatauglich wäre, sondern weil wir es logistisch nicht anders hinkriegen werden. Wir haben einige Doppelspiel-Wochenenden mit Freitags- und Sonntagsspielen. Und wir kriegen freitags die Tribüne, den VIP-Raum und so weiter in der Sporthalle in Springe nicht rechtzeitig aufgebaut. Und deshalb werden auch einige unserer Heimspiele in der Rattenfängerhalle stattfinden.

Ein kompletter Umzug nach Hameln ist nicht geplant?

Erst einmal nicht. Ich denke, wenn wir so etwas machen, dann muss das Schritt für Schritt vonstattengehen. Wir müssen jetzt auch erst einmal gucken, wie wir uns da selber aufstellen. Unser Zweitliga-Aufstieg ist ja gerade erst passiert. Wir haben uns schon viele Gedankenspiele gemacht, aber noch nichts Konkretes.

Es wurde vor einiger Zeit schon einmal über eine Spielgemeinschaft mit dem VfL Hameln gesprochen. Hat sich das Thema erledigt oder kommt es wieder auf die Tagesordnung?

Wir beschäftigen uns mit diesem Thema. Aber mehr möchte ich dazu momentan nicht sagen.

Interview: jab/aro



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