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Tumultartige Szenen beim Jugendfußballspiel zwischen dem TSV Klein Berkel und Eintracht Bückeberge / Polizei ermittelt

Spielabbruch wegen Schlägerei

Klein Berkel. Zu einem Eklat ist es am 7. Spieltag der Fußball-Kreisliga der A-Junioren gekommen. Die Partie zwischen dem TSV Klein Berkel und dem TSV Eintracht Bückeberge wurde am Samstagnachmittag kurz vor Schluss von Schiedsrichter Ingo Schuermann abgebrochen. Es sollen sich tumultartige Szenen abgespielt haben.

veröffentlicht am 10.11.2015 um 15:23 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Es habe eine Prügelei zwischen den Spielern beider Teams gegeben, wie der 2. Vorsitzende des TSV Klein Berkel, Martin Just, und Bückeberges A-Juniorencoach Karsten Selsemeier, die als Augenzeugen vor Ort waren, gegenüber der Dewezet bestätigten. Nach Angaben der Polizei, die mit zwei Streifenwagenbesatzungen vor Ort war, wurden mindestens drei namentlich bekannte Personen leicht verletzt. Sie zogen sich eine Platzwunde am Kopf und Schwellungen im Gesicht zu, bei einer Person brach der Schneidezahn ab.

Nach Auskunft von Bückeberges Coach zog sich sein Kapitän eine blutende Risswunde oberhalb der Augenbraue zu. „Ein Spieler von uns, der selbst Schiedsrichter ist, hat daraufhin die Polizei gerufen.“ Der verletzte Spieler, der nach Auskunft seines Trainers noch am selben Tag in der Klinik in Stadthagen behandelt wurde, habe noch vor Ort Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Drei Klein Berkeler erstatteten ebenfalls Anzeige. „Insgesamt wurden vier Ermittlungsverfahren sowohl gegen Spieler als auch Zuschauer wegen Körperverletzungsdelikte eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an“, so Polizeioberkommissar Jens Petersen. Was genau passiert ist, zeigt angeblich ein Video, das bei dem Spiel gefilmt wurde. Nach Auskunft von Klein Berkels Vize-Vereinschef wurde das Video „von der Polizei beschlagnahmt und ausgewertet. Inzwischen haben wir es wieder zurückbekommen und es uns noch einmal angeschaut“. In dem Video sei eindeutig zu sehen, wer was gemacht hat, so Just. Als sich der Vorfall ereignete, stand es 2:0 für Klein Berkel. Mit zunehmender Spieldauer sei die Partie laut Just immer einseitiger und die Stimmung immer aggressiver geworden. Bis einigen Spielern offenbar die Sicherungen durchbrannten – und die Situation eskalierte. Angeblich soll ein Streit zwischen zwei 17 Jahre alten Spielern der beiden Klubs der Auslöser gewesen sein. Die anfangs verbalen Streitigkeiten entwickelten sich nach Angaben der Polizei zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in dessen Verlauf ein 23-jähriger Zuschauer auf den Platz lief und eingriff. Hier soll dieser vom Eintracht-Spieler einen Faustschlag ins Gesicht erhalten haben. Daraufhin schlug der 23-Jährige zurück und verletzte den 17-jährigen Spieler aus Stadthagen im Gesicht. In Folge seien immer mehr Spieler und Zuschauer hinzugekommen und sollen sich gegenseitig geschubst, gestoßen und geschlagen haben. Es soll kurzfristig ein Chaos und Durcheinander geherrscht haben. Klein Berkels Trainer Thomas Pernath und Bückeberges Coach Karsten Selsemeier sind sofort hingelaufen und haben nach eigener Aussage versucht, ihre Spieler zu schützen und zu schlichten. Noch vor dem Eintreffen der Polizei waren die Auseinandersetzungen beendet. Staffelleiter Tobias Runge, der sich aufgrund des schwebenden Verfahrens zu dem Vorfall nicht äußern wollte, geht davon aus, dass es noch im November zu einer Sportgerichtsverhandlung kommen wird.



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