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Fußball: Erfolgreich als Spieler und Trainer – Günther Hauschild feiert seinen 70. Geburtstag

Solche Pässe schlägt nur „Paule“

HAMELN. Erfolgreich als Spieler und Trainer: Günther „Paule“ Hauschild feiert seinen 70. Geburtstag.

veröffentlicht am 20.10.2017 um 00:00 Uhr

Günther Hauschild hat viel Gefühl im Fuß – das zeigte er aber auch schon in der B-Jugend von 07. Fotos: Archiv
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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„Die Pässe schlägt bei uns nur de Jünter“, soll Gladbachs Kulttrainer Hennes Weisweiler einst seinen Mittelfeldstrategen Günter Netzer geadelt haben. Ein Name, ein Programm, denn auch Günther Hauschild war in seiner erfolgreichen Fußball-Karriere im Trikot von Preußen Hameln 07, TuS Hessisch Oldendorf und der SpVgg. Bad Pyrmont der Mann für die berühmten Zauberpässe a la Netzer. Heute nun feiert der Filigrantechniker mit der rechten Klebe und dem Torriecher seinen 70. Geburtstag in Hameln.

Zeit, um ein überaus buntes und nie langweiliges Fußball-Leben als Spieler mit über 1400 Einsätzen und als langjähriger Trainer Revue passieren zu lassen. Und da kann „Paule“, wie ihn seine Freunde nennen, eine ganze Menge an sportlichen Meriten vorweisen. Auf seiner Rundreise durch die Topklubs im Weserbergland hat er in den diversen Ligen Titel und Pokalsiege gesammelt, wie andere Briefmarken.

Ein Highlight war für Günther Hauschild sicherlich der Aufstieg mit Niedersachsenmeister Preußen Hameln 1974 in die Amateuroberliga Nord, die heutige 3. Liga. Ein unvergessenes Erlebnis dürfte wohl auch das Probetraining als 21-jähriger beim Bundesligisten Hannover 96 unter Coach „Tschik“ Cajkovski sein, auch wenn danach aus einer Profi-Karriere nichts wurde.

Seine ersten Ballkontakte bei 07 hatte der eingefleischte HSV-Fan 1958 und machte als torgefährlicher Mittelfeldspieler, der alles konnte, nur keinen Kopfball, sehr schnell auf sich aufmerksam. Der Sprung in die Niedersachsen-Auswahl als B-Jugendlicher und später auch A-Jugendlicher war damit für „Paule“ fast schon vorprogrammiert. Aber eigentlich auch sein Debüt in der 1. Herrenmannschaft der Preußen als damals erst 17-Jähriger. Das ist gewiss nicht vielen Talenten vor und nach ihm gelungen. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler wechselte Günther Hauschild dann auf die Trainerbank und machte sich auch hier schnell einen Namen. Hatte er vorher unter anderem bei BW Tündern nur auf Bezirksebene gearbeitet, rückte der A-Lizenzinhaber dann gleich zweimal hintereinander als Interimscoach bei 07 in der 4. Liga in den Blickpunkt. Kurioserweise jeweils im März 1989 und 1990 übernahm er die Posten der geschassten Günter Blume und Franz Genschick und verhinderte zweimal den drohenden Abstieg. Weniger Glück hatte Hauschild dann allerdings als 07-Cheftrainer in der folgenden Saison. Diesmal ging er vorzeitig von Bord, heuerte dann später aber noch beim TuS Lügde, BW Salzhemmendorf, abermals Tündern und zum Schluss in Bad Pyrmont an. Bis 2010 kickte „Paule“ dann aber noch ein bisschen in der Altliga von 07 und wurde sogar noch einmal Meister.

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