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Kreisliga-Topspiel auf Hagens Höhen / Klein Berkel fuhr 14 Siege in Folge ein

Sölla: „Wir machen kein Harakiri“

Fußball (kf). Zum Rückrundenstart der Kreisliga kreuzen gleich zwei Topteams die Klingen, wenn auf Hagens Höhen am Sonntag (14 Uhr) das Gipfeltreffen zwischen Gastgeber Germania und dem TSV Klein Berkel angepfiffen wird. In bester Erinnerung hat Hagens Trainer Dirk Sölla noch den Saisonauftakt in Klein Berkel. Denn unter den Hohen Linden brachten seine Youngster den TSVern mit 0:2 die bislang einzige Niederlage bei. „Deshalb werden wir heute aber auf gar keinen Fall Harakiri spielen“, machte Sölla vor dem Anpfiff klar. „Hinten sicher stehen und konzentriert nach vorn spielen“, lautet seine Taktik.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Die Auftaktniederlage rüttelte Klein Berkels Kicker hellwach, denn danach konnte dem Bezirksklassen-Absteiger kein Konkurrent mehr das Wasser reichen. 14 Spiele in Folge gingen die Schützlinge von Trainer Siegfried Motzner als Sieger vom Platz.

„Es wird Zeit, dass die Serie reißt“, gab sich sein Hagener Pendant gestern optimistisch. Das Spitzenspiel hat für ihn eine besondere Bedeutung: „Wenn wir gewinnen, sind wir auf zwei Punkte dran. Bei einer Niederlage haben wir acht Punkte Rückstand.“

Obwohl sein Kader in den letzten Tagen deutlich dünner wurde, stapelt Sölla keinesfalls tief. Neben den Langzeitverletzten Schmoll und Spohr fallen morgen mit den verletzten Nunes und Kleine sowie Urlauber Schmidt und dem privat verhinderten Trompa vier weitere Akteure aus. Allein die Rückkehr von Vladimir Bozok ließ Sölla ein wenig durchatmen. Zu klein wird der junge Germanen-Kader aber nicht, denn aus der Hinterhand kann der Trainer zwei Joker ziehen. Die werfen das Durchschnittsalter zwar völlig über den Haufen, bringen aber reichlich Routine mit. Der inzwischen 41-jährige Abwehrstratege Jens Genge hält sich seit Saisonbeginn in der Altherren fit. Gleiches gilt auch für Vereinschef Sascha Sender, der ebenfalls noch einmal die Fußballschuhe schnüren wird. „Auflaufen werde ich aber nur im äußersten Notfall“, ist sich der Defensivspieler sicher.

Trotz der dünnen Spielerdecke stapelt Dirk Sölla keinesfalls tief: „Bislang konnten wir Ausfälle immer ganz gut kompensieren.“ Auch Fußball-Obmann Robert Lippert setzt auf eine kompakte Defensivabteilung, denn dem erfahrenen Fußballer ist klar: „Wer hier Fehler macht, wird sicher bestraft.“

Klein Berkels Coach Siegfried Motzner weiß, was ihn am Aechternbusch erwartet: „Mit 54:11 Toren sind die Hagener in der Kreisliga Spitze.“ Deshalb überlässt er den Gastgebern auch gern die Rolle des Favoriten. Er rechnet sich dennoch eine gute Chance aus: „Unsere Formkurve geht langsam nach oben. Wenn wir unsere Nachlässigkeiten abstellen können, ist alles möglich.“

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