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Afferder Kritik an Referee Mizera und Unverständnis für Yilmaz-Platzverweis / Jetzt wartet Hagen

Söchtings Schiri-Schelte: „Selbstdarsteller“

Eintracht-Coach Michael Söchting macht seinem Unmut Luft: „Es sind aber immer wieder dieselben Kreis-Schiris, die einzelne Spieler als Wiederholungstäter schon vor dem Spiel unter Generalverdacht stellen.“

veröffentlicht am 06.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:41 Uhr

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Foto: rhs

Fußball (ro). Die schwarze Zunft der Kreisliga-Schiedsrichter ist derzeit für Michael Söchting ein rotes Tuch. Der Afferder Trainer, eigentlich ein ganz besonnener Vertreter, hat noch immer einen ganz dicken Hals, wenn er an die Vorkommnisse des vergangenen Wochenendes denkt. Was brachte das Fass zum Überlaufen? Beim 1:1 gegen Salzhemmendorf wurde sein Torjäger Dursun Yilmaz von Schiedsrichter Roland Mizera (MTV Coppenbrügge) in der 60. Minute erst mit Gelb, dann mit Gelb-Rot bedacht – und vom Platz gestellt. Begleitet vom kollektiven Kopfschütteln auf der Afferder Bank und den anwesenden Zuschauern. „Eine völlig unbegründete Hinausstellung, die konnte auch unser Gegner nicht nachvollziehen. Vielleicht hätten wir jetzt zwei Punkte mehr auf dem Konto“, wettert der engagierte Coach in Richtung Mizera.

Der so gescholtene Referee ist sich allerdings keiner Schuld bewusst und rechtfertigte seine Entscheidung gegenüber der Dewezet. „Der Spieler Yilmaz hat wiederholt jeden Pfiff von mir kommentiert. Dafür gab es zunächst Gelb. Danach hat er mich ausgelacht. Macht wieder Gelb und in der Folge eben Gelb-Rot“, weist der Coppenbrügger den Schwarzen Peter weit von sich. Dass er, wie Söchting mutmaßt, von vorn herein schon sein „Feindbild“ Yilmaz hatte und nur auf dessen erste verbale Erregung gewartet habe, will Mizera nicht gelten lassen.

Coppenbrügger stellt klar: „Habe keine Feindbilder“

„Bei mir beginnt jedes Spiel bei Null. Ich habe keine Feindbilder“, stellt er unmissverständlich klar. Afferdes Trainer indes hat außer Mizera noch weitere Kandidaten auf seiner schwarzen Liste, ohne aber weiter ins Detail gehen zu wollen. „Es sind aber immer wieder dieselben Kreis-Schiris, die einzelne Spieler als Wiederholungstäter schon vor dem Spiel unter Generalverdacht stellen, um sich auf die ,Freiwildregel 12‘ zu berufen und mit dem Kartenspiel loszulegen“, macht er seinem Ärger Luft.

Viel schwerer wiegt für den aufgebrachten Coach allerdings die Tatsache, dass „diese Selbstdarsteller weiterhin an der Pfeife bleiben und den Freizeitfußballern Wochenende für Wochenende ihr Vergnügen rauben dürfen“. Söchting sieht darin eine Schädigung des Sports an der Basis und hofft, dass die Schiedsrichter endlich einmal in Klausur gehen und sich auf ihre eigentlichen Aufgaben besinnen. Das tut auch der Afferder Trainer, der am Donnerstag (19 Uhr) mit seiner Elf im Nachholspiel bei Germania Hagen antreten muss. „Von der momentanen Papierform her haben wir kaum eine Chance, aber bislang haben wir gegen diesen Gegner immer gut ausgesehen“, hofft er auch diesmal auf einen positiven Verlauf – und natürlich auf einen souveränen Schiedsrichter...

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