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Paul Bicknell bei der SG 74 im achten Jahr

„So lange wie Rehhagel mache ich es nicht“

Hameln. Seit fast acht Jahren sitzt Paul Bicknell bei der SG Hameln 74 fest im Trainersattel. Von der Leistungsklasse führte er den Nordstadt-Verein in die Landesliga. Mit dem Erfolgscoach sprach die Dewezet-Sportredaktion über seine Zeit an der Heinestraße, die Mannschaft und die Ziele in der Saison 2015/16.

veröffentlicht am 28.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Paul Bicknell, seit 2008 führten Sie die SG Hameln 74 aus der Leistungsklasse bis in die Landesliga. Was ist in dieser Saison möglich?

Wir sind bislang immer nach zwei Jahren aufgestiegen, doch davon sprechen wir in dieser Saison nicht. Nach Platz sechs haben wir diesmal Platz fünf im Auge. Das könnten wir mit dem etwas breiter aufgestellten Kader auch schaffen.

Sie haben in fast acht Trainerjahren immer wieder eine neue Mannschaft formen müssen. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich habe selbst immer gern Fußball gespielt. Deshalb ist es für mich wichtig, den Jungs Spaß zu vermitteln. Meine Hauptarbeit sehe ich darin, aus der Mannschaft eine spielerisch starke Einheit zu formen.

Wo sehen Sie die Stärken?

Wir haben starke Spieler wie Jannik Hilker, Josef Selensky, Egcon Musliji und Robin Tegt- meyer in der Mannschaft. Die bilden so etwas wie das Rückgrat. Daran können sich die anderen Spieler aufrichten. Und bei uns stimmen Teamgeist und Kameradschaft.

Und wo die Schwächen?

In der ersten Landesliga-Saison lagen die zunächst in der Abwehr. Da haben wir zu viele Gegentore zugelassen. Da waren in der letzten Saison schon deutliche Fortschritte zu erkennen. Uns fehlt momentan aber ein echter Flügelstürmer. Deshalb spielen wir mit einer neuen taktischen Ordnung, genau gesagt mit dem 4-4-2-System.

Wie ordnen Sie in den kommenden Jahren den Fußball im Kreis Hameln-Pyrmont ein? Bleibt es weiterhin bei der Landes- und Bezirksliga oder trauen Sie einem Verein doch noch einmal den Sprung in die Regionalliga zu?

Im Moment traue ich den Sprung niemanden zu. Wir sind sportlich derzeit recht stabil. Wenn wir uns weiter so entwickeln, könnte man mal Richtung Oberliga schauen. Doch das ist finanziell nicht machbar. Ich sehe die Spielvereinigung Bad Pyrmont als einzigen Verein, der es vielleicht mal schaffen könnte.

Sie sind seit fast acht Jahren Trainer in Hameln. Werden Sie hier noch zum „Otto Rehhagel“ der SG 74?

Mein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison. Mal abwarten, was danach kommt. Ich denke zwar noch nicht ans Aufhören, aber die Arbeit kostet viel Kraft und der Aufwand wird immer größer. Das ist schon wie ein Zweitjob. So lange wie Rehhagel werde ich es nicht machen.

Ihr Herz schlägt für Manchester United. Da spielt jetzt Bastian Schweinsteiger. War „ManU“ für ihn tatsächlich der richtige Weg?

Ich wäre an seiner Stelle den gleichen Weg gegangen. In der Premiere League zu spielen, ist immer richtig. Egal, ob bei ManU, Arsenal oder Chelsea.

Interview: Klaus Frye



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