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So geht abkreiden

Hallo Fußball-Freunde, hier spricht der Platzwart von Enzen. Noch nie von mir gehört? Dann wird es aber Zeit. Ich bin der Oberguru der Rasen-Knechte im Schaumburger Land. Ein Genie mit viel Fantasie, Mut und vor allem Inspiration. Wo ich bin, ist oben. Eben Champions League. Einfach nur die Karre schieben und abkreiden war doch gestern, heute muss man in diesem Job richtig was draufhaben. Ohne Hochschulstudium geht eigentlich fast gar nichts mehr. Wer nun glaubt, ich hätte zu tief ins Glas geschaut, der irrt. Natürlich bin ich Anti-Alkoholiker und gurgel höchstens mal mit Kreide. Das schärft den Blick. Den über den Horizont hinaus meine ich. Gerade Linien sind nicht alles, liebe Kollegen. Es darf auch mal krumm, rund oder eckig sein. Wie die imaginäre deutsche WM-Linie 2010 beim Duell gegen England. Übrigens für mich ein Meilenstein in der Kreidekunst. Und wer von Euch hat jemals auch nur einen einzigen Gedanken an die vom Kalk zerfressenen Torpfosten verschwendet? Bestimmt keiner, aber ich. Echte Platzwart-Profis sehen eben mehr. Eine Schutzzone für das strapazierte Aluminium war doch längst überfällig. Also in Schaumburg läuft alles rund – jetzt seid Ihr in Hameln-Pyrmont am Zug. Kleiner Tipp: Legt Euch eine Kreide-Karre mit Navi zu. Ist zwar teuer, lohnt sich aber. Vor dem ersten Pfosten links – und dann nach 30 Zentimetern wieder nach rechts abbiegen. Einfacher geht es doch nicht. Die Pfosten werden es Euch ewig danken. ro

veröffentlicht am 28.10.2015 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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