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Betroffenheit und Fassungslosigkeit auch im Kreisgebiet

„So einen wie Enke wird es bei 96 nie mehr geben“

Fußball (ro/kf). Er war ein tadelloser Sportsmann auf und neben dem Platz – ein großer Sympathieträger in ganz Fußball-Deutschland. Der unfassbare Freitod von Nationaltorhüter Robert Enke (32) am Dienstagabend in Eilvese (wir berichteten) sorgt aber nicht nur in Hannover für lähmendes Entsetzten und tiefe Traurigkeit. Völlig geschockt zeigen sich auch die heimischen Fußballer und 96-Fans bei einer Umfrage der Dewezet-Sportredaktion.

veröffentlicht am 11.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

In den Herzen der 96-Fans bleibt Robert Enke die Nummer eins

Ralf Fehrmann (SSG Halvestorf): „Ich habe die traurige Nachricht nach dem Training erfahren und bin noch immer schockiert. Robert Enke war ein Ausnahmesportler, vor dem ich immer großen Respekt hatte. Dass er innerlich so zerrüttet und verzweifelt war und schließlich keinen anderen Ausweg mehr sah, ist erschütternd.“

Michael Thiele (96-Fan): „So einen Profi wie Robert Enke hat es in Hannover noch nicht gegeben und wird es auch nie wieder geben. Ohne seine herausragenden Leistungen wäre 96 schon lange nicht mehr in der Bundesliga. Ich bin sehr, sehr traurig über seinen Tod und ich fühle mich, als hätte ich einen sehr guten Freund verloren. Er wird uns allen sehr fehlen.“

Günay Camci (Preußen 07): „Ich war damals im Stadion, als er mit seiner schon schwer erkrankten Tochter Lara eine Ehrenrunde gedreht hat. Ein sehr bewegender Moment. Umso unvorstellbarer ist jetzt sein Tod. Aber Enke hat auch so viele sportliche Rückschläge wegstecken müssen, vielleicht hat er einfach keine Kraft mehr gehabt.“

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Wolfgang Warnecke (Fan-Club „Rote Hirsche“, Neersen): „Das ist eine sehr tragische Geschichte. Robert Enke war ein Ausnahmefußballer in Hannover, der auch immer Kontakt mit den Fans gesucht hat. Da fehlen mir fast die Worte. Sein Tod hat uns sehr getroffen, wir vermissen ihn sehr.“

Siegfried Motzner (TSV Klein Berkel): „Man weiß nie, was im Kopf der Menschen vorgeht. Nach außen hat Enke zwar Stärke gezeigt, doch im Inneren war er wohl doch sehr sensibel. Gerade in der Bundesliga steht ein Spieler wie er besonders unter Druck. Sein Tod stimmt mich sehr nachdenklich.“

Gerhard Paschwitz (96-Fan): „Der Tod von Robert Enke tut richtig weh. Er war als Spieler und Mensch eine große Persönlichkeit, die ich beim Trainingslager in Bad Pyrmont näher kennenlernen durfte. Enke hat aber auch schon Schicksalsschläge wegstecken müssen. Durch seinen Tod ist deutlich geworden, dass es wichtigere Dinge als Fußball gibt.“

Jannis Pille (VfL Hameln): „Ich finde es erschreckend und bedrückend, dass ein junger Mensch auf so tragische Art und Weise aus dem Leben scheidet. Ich bin schon sehr betroffen.“

Andreas Loges (SpVgg. Bad Pyrmont): „Sein Tod tut mir unendlich leid und geht mir sehr nahe. Robert Enke war eine große Persönlichkeit, aber auch ein sehr nachdenklicher Spieler.“

Gedankenverloren – den Blick gen Himmel gerichtet: So sah man Robert Enke in letzter Zeit immer öfter. Der Ausnahme-Torhüter von Bundesligist Hannover 96 nahm sich am 10. November in Eilvese das Leben.

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