weather-image
16°
Tasdelen schießt Arminia Hannover in letzter Minute zum 4:3-Sieg / Kiene enttäuscht: „Haben uns zu viele Fehler in der Defensive geleistet“

Sieben Tore, drei Platzverweise und kein Happy End für Preußen 07

Fußball (kf). Sieben Tore und drei Platzverweise sorgten gestern im Weserberglandstadion für 90 unterhaltsame Minuten, doch das erhoffte Happy End blieb für Liganeuling Preußen Hameln 07 aus. Die Elf von Trainer Alexander Kiene und die 180 Zuschauer mussten im Oberliga-Duell gegen Arminia Hannover miterleben, wie in letzter Minute Tugay Tasdelen den abstiegsbedrohten Traditionsverein aus der Landeshauptstadt mit einem Kracher aus sieben Metern auf die Siegerstraße schoss.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 20:45 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

Augen zu: Toni Deck und Michael Zydek. Fotos: nls

Schon in der 12. Minute hatte Tasdelen seine Mannschaft per Strafstoß in Führung gebracht. Vorausgegangen war ein Foul von Tarak am zweifachen Torschützen. Das war aber noch kein Grund zur Unruhe, denn Sebastian Schmidt glich bereits zwei Minuten später aus. Danach besorgten Niyazi Sarier (43.-Foulelfmeter) und Touissant (44.) den 2:2-Halbzeitstand. Das muntere Toreschießen setzten im zweiten Durchgang Michael Zydek (69.) für Arminia und Toni Deck (70.) für Preußen 07 zum 3:3 fort.

Doch nicht nur sieben Tore sorgten für Stimmung auf der Tribüne. Vor allen Schiedsrichter Tim-Julian Skorczyk (Salzgitter) stand immer wieder im Mittelpunkt und sorgte mit einer wahren Kartenflut auf beiden Seiten für reichlich Wirbel. Der erste Akteur, den der Unparteiische mit einer Roten Karte auf die Tribüne schickte, war der Armine Ibanez (43.), der Steve Diener vor dem Strafstoß zum 2:1 von den Beinen geholt hatte.

Diese Entscheidung brachte Arminias Trainer Stefan Gehrke auf die Palme: „Den Elfmeter kann man durchaus vertreten, aber der Platzverweis war völlig überzogen. Jetzt fehlt uns ein wichtiger Abwehrspieler im Abstiegskampf. Nach so einer Entscheidung kann man sich noch nicht einmal über den Sieg freuen.“

Auf Augenhöhe: Die Preußen Marco Stetzkowski und Torben Deppe im
  • Auf Augenhöhe: Die Preußen Marco Stetzkowski und Torben Deppe im Clinch.

Zu vertreten war in der 57. Minute dagegen die Rote Karte für den Hamelner Elk Jörn, der an der Eckfahne völlig unnötig seinen Gegenspieler Marcel Kattenhorn umsäbelte. Bereits acht Minuten später flog der zur Halbzeit eingewechselte Daniele Luggeri vom Platz. Nach einem Allerweltsfoul an der Seitenlinie endete sein Auftritt schon nach 20 Minuten mit Gelb-Rot. Für Ruhe konnte der Mann in Schwarz mit seinen Aktionen nicht sorgen: Kampf war auch in der Schlussphase weiter Trumpf, und selbst in den eigenen Reihen gab es bei den Preußen so manche verbale Auseinandersetzung. Der Frust war sehr groß.

Enttäuscht zeigte sich Trainer Alexander Kiene: „Einen Punkt hätten wir bei diesem offenen Schlagabtausch schon verdient gehabt. Doch in der Defensive haben wir uns einfach zu viele Fehler geleistet. Heute wurde auch klar, dass der Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag anhalten wird. Wir sind noch lange nicht am Ziel.“

Preußen Hameln: Primke – Tarak (46. Luggeri), Klimke, Stellmacher, Jörn – Sarier (68. Stetzkowski), Schmidt, Diener (46. Deck), Deppe – Belka, Offermann.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare