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Abteilungsleiter Frank-Uwe Schmidt: „Wir werden nächste Saison definitiv nicht in der Landesliga spielen“

SG 74 plant Neuanfang in der 1. Kreisklasse

Hameln. Die gute Nachricht: Auch in der nächsten Saison wird bei der SG Hameln 74 weiter Fußball gespielt. Die schlechte: Aber nicht mehr in der Landesliga. Das steht jetzt endgültig fest.

veröffentlicht am 09.03.2016 um 14:15 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Obwohl die Erste-Herren-Mannschaft der SG 74 als Tabellenneunter zurzeit keine Abstiegssorgen hat und den Klassenerhalt in der Landesliga sportlich wohl locker schaffen wird, plant der Hamelner Nordstadtklub den Rückzug aus der 6. Liga. Das kündigte Abteilungsleiter Frank-Uwe Schmidt nach einer Krisensitzung mit dem neuen Vereinsvorstand an: „Wir werden nächste Saison definitiv nicht in der Landesliga spielen.“

Der Grund: Die Landesligamannschaft der Hamelner bricht – wie berichtet – am Saisonende auseinander. Fast alle Erste-Herrenspieler werden den Verein verlassen. Gleiches gilt für Cheftrainer Paul Bicknell, der im Sommer zum Kreisligisten TSV Bisperode wechselt, und Co-Trainer Dirk Schumachers. Schumachers, der bei der SG 74 eigentlich den Job als Cheftrainer übernehmen sollte, wird nicht wie ursprünglich geplant Bicknells Nachfolger, weil ihm die sportliche Perspektive fehlt. „Vom jetzigen Kader werden, wenn überhaupt, nur zwei oder drei Spieler übrigbleiben. Unter diesen Voraussetzungen hat es keinen Sinn, eine Landesligamannschaft für die neue Saison zu melden“, so Schmidt.

Auch ein freiwilliger Abstieg in die Bezirksliga, der möglich wäre, wenn die SG 74 ihre Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb abmeldet, ist aktuell kein Thema. Aufgrund der vielen Abgänge und fehlenden Neuzugänge bekommt die SG 74 laut Schmidt „keinen Kader zusammen, der konkurrenzfähig wäre“. Deshalb geht der Fußball-Chef der SG 74 davon aus, „dass wir für die nächste Saison nur eine Mannschaft in der 1. Kreisklasse melden werden“. Und hier plant Schmidt einen Neuanfang mit dem aktuellen Kader der zweiten Herren, deren Trainer er auch ist.

Aus der zweiten Mannschaft der SG 74, die zurzeit Tabellenneunter in der 1. Kreisklasse ist, wird somit im Sommer voraussichtlich die Erste. Bis zum April will sich Schmidt zwar noch etwas Zeit lassen, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft. Aber zum jetzigen Zeitpunkt läuft alles darauf hinaus.

Denn die SG 74, die in den vergangenen Jahren für ihren sportlichen Erfolg viel Geld ausgegeben hat, kann und will sich einen teuren Kader nicht mehr leisten. Das wurde schon bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, der in den vergangenen Wochen durch interne Querelen für Schlagzeilen sorgte, deutlich: „Wir wollen weiter in der Landesliga spielen, keine Frage“, sagte der neue Vereinschef Karsten Baum nach seiner Wahl im Februar, aber damals schränkte er schon ein: „Aber wir müssen auch schauen, ob das die finanziellen Möglichkeiten des Vereins noch hergeben.“ Denn die Vereinskasse der 74er wurde durch die Nachzahlung von Steuern und Sozialabgaben in Höhe von knapp 30 000 Euro so stark belastet, dass das Geld fehlt, um für Spieler die Gehälter und Ablösesummen zu bezahlen. Und daran wird sich erst einmal auch nichts ändern, wie Frank-Uwe Schmidt durchblicken ließ: „Wir können uns den Etat für eine Landes- oder Bezirksligamannschaft momentan nicht leisten.“



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