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Basketball ist nur was für Jungs? Von wegen! Es gibt auch Mädchen, die es cool finden, wenn Superstars wie Dirk Nowitzki mit einem Dunking den Ball in den Korb stopfen. Eine davon ist Charleen Maschke. Sie ist das einzige Mädchen im U12-Bezirksoberligateam des VfL Hameln, aber das stört die elfjährige Egestorferin nicht. Sie kennt es nämlich nicht anders. Weil es beim Basketball in Hameln-Pyrmont keine Jugendteams für Mädchen gibt, spielt sie einfach bei den Jungs mit. „Das ist für mich völlig normal.“ Angefangen hat sie vor etwa sechs Jahren. Schon als kleines Mädchen eiferte Charleen ihrer älteren Schwester Melanie nach: „Sie ist mein Vorbild.“ Melanie spielte bis vor einem Jahr noch für Bielefeld in der zweiten Liga, musste aufgrund des zeitaufwendigen Studiums aber die Basketball-Stiefel vorübergehend an den Nagel hängen. Dafür tritt ihre jüngere Schwester jetzt in ihre Fußstapfen. Charleen zählt in ihrer Altersklasse inzwischen zu den hoffnungsvollsten Talenten in Niedersachsen. Ihren Namen haben inzwischen sogar die Talent-Scouts des Deutschen Basketball-Bundes auf dem Zettel. Als in Wetzlar am vergangenen Wochenende die besten 96 Spielerinnen und Spieler der Altersklasse U 13 (Jahrgang 1998 und jünger) gesichtet wurden, war auch Charleen mittendrin statt nur dabei. Und das, obwohl sie erst elf ist. Um überhaupt dabei sein zu können, musste Charleen sogar extra die U12-Landesmeisterschaft sausen lassen. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, vor den Augen von Bundestrainer Dirk Bauermann sein Können drei Tage lang unter Beweis zu stellen? Der hat bereits Olympia 2020 im Blick und sucht den Nowitzki von morgen: „Wir müssen talentierte Spielerinnen und Spieler möglichst früh entdecken, um ihnen eine optimale Förderung zu bieten und umso dauerhaft im internationalen Vergleich mithalten zu können.“ Vielleicht wird man einige der Talente schon bald in den Jugendnationalmannschaften wiedersehen. Auch Charleen träumt davon, irgendwann einmal für Deutschland zu spielen. Sich in Wetzlar mit den besten Basketballerinnen zu messen, hat ihr jedenfalls „super viel Spaß gemacht, obwohl das Training ganz schön anstrengend war“.

veröffentlicht am 10.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 17:18 Uhr

Blöd sei nur gewesen, „dass ich mich verletzt habe, weil ich mit dem rechten Fuß umgeknickt bin“. Zwar wurde Charleen diesmal noch nicht für den zwölfköpfigen Perspektivkader nominiert, enttäuscht war die Elfjährige aber nicht. „Ich werde es im nächsten Jahr einfach noch einmal versuchen. Vielleicht klappt es ja dann.“ Daran zweifelt Heinrich Lassel nicht. Hamelns Mister Basketball geht davon aus, dass Charleen 2012 bessere Chancen hat: „Wenn sie sich weiter so toll entwickelt, kann sie es schaffen. Davon bin ich überzeugt.“ Sie sei sehr fleißig, ehrgeizig und talentiert. Die Weichen für eine sportlich erfolgreiche Zukunft wurden gestellt. Weil der VfL in ihrer Altersklasse keine Mädchenmannschaft hat, besitzt Charleen eine Doppellizenz, auch Zweitspielrecht genannt. Die Egestorferin spielt nicht also nur für den VfL, sondern auch für das weiblichen U15-Landesligateam des VfL Grasdorf, das laut Lassel quasi eine Bezirksauswahl ist.aro



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