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Der Hamelner Boxer Arman Muradyan hat ehrgeizige Ziele

Sein Vorbild ist Muhammad Ali

HAMELN. Sein Vorbild ist Muhammad Ali: Der Hamelner Boxer Arman Muradyan hat ehrgeizige Ziele.

veröffentlicht am 20.06.2018 um 14:32 Uhr

In Kämpferpose: Der Hamelner Boxer Arman Muradyan. Foto: mo
Muschik, Moritz

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Vor ein paar Tagen hatte Arman Muradyan noch einen Cut unter dem rechten Auge. „Alles halb so schlimm. Das ist beim Sparring passiert. Da ging es ganz schön zur Sache“, gibt der Boxer Entwarnung – und lächelt. Beim Faustkampf muss man Schmerzen ertragen können – auch im Training. Beim Fototermin wenige Tage später ist die Gesichtsverletzung schon wieder verheilt. Arman Muradyan stellt sich auf wie im Ring. Die rechte Hand in der Nähe vom Kinn, die linke attackiert den Gegner. „Im Kampf mache ich es immer so“, erklärt der 20-jährige Hamelner von der Boxstaffel Obernkirchen – und zeigt eine Kombination aus Schlägen in der Luft. Für seine nächsten Kämpfe trainiert er hart. Der Boxer hat große Ziele.

Am 24. Juni soll der gebürtige Armenier in Sulingen im Ring stehen. Seine Motivation: die Teilnahme an den Niedersachsenmeisterschaften im Oktober. Das reicht dem Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule, dessen letzter offizieller Kampf schon länger her ist, aber nicht: Er will zu den Deutschen Meisterschaften – und später am liebsten international Titel für Deutschland holen. Trainer Ralf Schneider bremst: „Im Ring sieht es anders aus. Arman muss sich beweisen.“

In der vergangenen Zeit stand der junge Boxer hauptsächlich beim Sparring im Ring. Jetzt soll er offiziell in der Amateur-B-Klasse starten, sich für höhere Aufgaben empfehlen. Das Boxen lernte der 20-Jährige in seiner Heimat Armenien. Sein Vater, früher selbst Boxer, brachte ihn dazu. Muradyans Trainer war sein Nachbar. Als er mit dem Boxen anfing, war er gerade zehn Jahre alt.

Vor fünf Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland, lernte Trainer Ralf Schneider kennen. Schneider weiß: „Arman hat ein gutes Auge, schnelle Hände, Siegeswillen und Härte. Er lässt sich nichts gefallen.“

Für seinen ersten offiziellen Kampf nach langer Zeit trainiert sein Schützling hart: in Hameln, Obernkirchen, Hildesheim und Hannover. Aktuell kämpft er in der Halbschwerklasse bis 81 Kilogramm, war zuletzt durch eine Schulterverletzung eingeschränkt. Gewichte stemmen kommt beim Training trotzdem nicht in Frage. Als Boxer muss Muradyan, der sich schon mehrmals die Nase gebrochen hat, beweglich bleiben. Sein Vorbild ist die inzwischen verstorbene Boxlegende Muhammad Ali. Er ist fasziniert von seiner Taktik, seiner Beweglichkeit. „Den habe ich schon als Kind geliebt“, sagt er. Der Hamelner weiß: „Ein guter Boxer muss einen guten Charakter haben und seine Stärke nicht auf der Straße zeigen. Ein guter Boxer muss ein guter Mensch sein. Das ist wichtig.“ Diese Einstellung hat ihm Trainer Ralf Schneider von der Boxstaffel Obernkirchen vermittelt. Der Coach ist vom gebürtigen Armenier überzeugt: „Wenn er sich an Trainingspläne hält und diszipliniert weiterarbeitet, kann er alles erreichen, Eliteboxer werden.“ Dafür arbeitet Arman Muradyan hart.



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