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Christopher Buchtmann spricht über sein erstes Tor als Profi und die neue Zweitliga-Saison

Sein Herz schlägt für St. Pauli

Aerzen. Christopher Buchtmann hat in seiner Fußball-Karriere schon viel erlebt. Der 23-jährige Aerzener zog schon früh aus, um Profi zu werden.

veröffentlicht am 20.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Mit 13 Jahren wechselte „Buchti“, wie ihn seine Freunde nennen, von Hannover 96 zu Borussia Dortmund. Dort spielte er zweieinhalb Jahre bis zur B-Jugend. Nach einem kurzen Intermezzo bei Tünderns A-Junioren wechselte der Linksfuß im Sommer 2008 nach England: Erst zum FC Liverpool, wo er seinen ersten Profivertrag unterschrieb, dann zum FC Fuhlham. Seinen bisher größten Erfolg feierte Buchtmann 2009, als er als Kapitän die deutsche U17-Nationalmannschaft zum Europameistertitel führte – an der Seite von Bayern-Star Mario Götze, der damals noch für Borussia Dortmund spielte. 2010 kehrte „Buchti“ aus England nach Deutschland zurück – und unterschrieb einen Dreijahresvertrag beim 1. FC Köln. Sein Bundesliga-Debüt feierte Buchtmann am 33. Spieltag der Saison 2011/2012, als er bei der Kölner 1:4-Niederlage in Freiburg in der 68. Minute für Slawomir Peszko eingewechselt wurde. Nachdem ihn Kölns damaliger Trainer Holger Stanislawski aus dem Profikader aussortierte hatte, ging Buchtmann Ende August 2012 zum Hamburger Kiez-Klub FC St. Pauli, für den er in der abgelaufenen Zweitliga-Saison nach langer Verletzungspause beim 3:1 gegen Bochum sein erstes Profitor erzielte. Während seines Heimatbesuches sprachen wir mit „Buchti“ darüber, …

… wie es ist, sich beim Fifa-Fußball-Videospiel selbst zu steuern.

Buchtmann: „Die ersten Jahre natürlich was ganz Besonderes. Es macht schon auch ein bisschen stolz. Aber einbilden darf man sich darauf nichts. Auf der Playstation bin ich etwas egoistischer als auf dem echten Rasen. Da will ich selbst viele Tore schießen (lacht).“

… ob er noch Kontakt zu Bayern-Star Mario Götze hat, mit dem er 2009 U17-Europameister wurde.

„Nein, nicht so viel. Das ist schon eine etwas andere Welt und hat sich ein bisschen auseinandergelebt. Mich freut sehr, was er erreicht hat. Und sein Tor (beim 1:0-Sieg der DFB-Elf im WM-Finale 2014 gegen Argentinien; Anm. d. Red.) war ja für ganz Deutschland ein unglaublich schöner Moment.“

… was es für ein Gefühl war, als er bei St. Paulis 3:1-Sieg gegen den VfL Bochum sein erstes Profi-Tor erzielte.

„Unbeschreiblich! Zumal es auch ein wichtiges Ding in dieser Situation war. Und dann noch genau vor unserer Kurve. Als der Ball im Netz gezappelt hat – das war der Wahnsinn und einfach geil! Daran könnte ich mich gewöhnen (lacht).“

… was nach dem Fast-Abstieg in der neuen Zweitliga-Saison für St. Pauli drin ist.

„Die 2. Liga wird noch stärker sein. Mit Duisburg und Bielefeld sind zwei Traditionsklubs aufgestiegen. Dazu kommen von oben Paderborn und Freiburg. Das sind schon Knaller. Bei uns bleibt der Kern weitestgehend zusammen – und es werden sicherlich noch ein, zwei Spieler dazustoßen. Wir haben gemeinsam eine schwierige Situation im Abstiegskampf durchgestanden. Deshalb sollte ein Mittelfeldplatz drin sein. Wir haben schließlich in Spielen wie gegen Leipzig und in Kaiserslautern gezeigt, dass wir es können.“

… dass in der Presse zu lesen war, dass auch andere Vereine Interesse an seiner Verpflichtung gehabt haben sollen.

„Ist das so? Davon weiß ich nichts (lacht).“

… warum er weiter für den FC St. Pauli spielt.

„Ganz einfach: Weil ich hier noch ein Jahr Vertrag habe. Den werde ich auf jeden Fall erfüllen. St. Pauli ist ein geiler Verein. Das Stadion ist immer voll und die Fans sind gigantisch!“

… ob er sich noch für den Hameln-Pyrmonter Fußball interessiert.

„Na, sicher! Ich lese Awesa und schaue mir die STW-Videos an. Vor allem die der SG 74, wo mein Kumpel Eduard Mittelstedt spielt, und natürlich vom MTSV Aerzen. Hier habe ich viele Freunde und hier lebt meine Familie. Wenn alle Spieler gesund sind, können die Jungs nächste Saison wieder ganz oben mitspielen. Ich drücke jedenfalls die Daumen.“

… ob er nach der Profikarriere noch einmal in seiner Heimat kicken will.

„Das habe ich mir fest vorgenommen. Man weiß zwar nie, wo der Weg noch hinführen wird. Ich habe aber Lust, mit Dominic Meyer und anderen Kumpels nochmal zusammen zu spielen.“ awa/aro



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