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Fußball: Kevin Schumacher weckt das Interesse der Bundesliga-Reserve

Sein Flirt mit dem 1. FC Köln

HAMELN-PYRMONT. Fast wäre Kevin Schumacher zum 1. FC Köln gewechselt. Das Interesse der Bundesliga-Reserve war da, bestätigt Schumacher im Dewezet-Interview: „Aber am Ende habe ich mich dafür entschieden, auf jeden Fall noch ein weiteres Jahr in Egestorf zu bleiben.“

veröffentlicht am 16.08.2017 um 22:08 Uhr

Kevin Schumacher Foto: Kahre
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Bad Pyrmont war sein Sprungbrett. Als Kevin Schumacher vor zwei Jahren aus der Jugend von Blau-Weiß Salzhemmendorf zur Spielvereinigung wechselte, ahnte er noch nicht, dass er nur eine Saison später in der Regionalliga spielen würde. Aber genau so kam es. Mit dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder startet er nach dem Klassenerhalt nun in die neue Spielzeit. Im Dewezet-Interview spricht der 19-Jährige über seine erste Saison, seinen großen Traum – und ein reizvolles Interesse.

Kevin Schumacher, in Ihrer ersten Regionalliga-Saison haben Sie direkt vier Treffer erzielt und acht Tore vorbereitet. Wie sehen Sie selbst Ihre Entwicklung?
Schon sehr gut. Ich muss aber auch sagen, dass mich das Trainerteam um Jan Zimmermann und Jens Jansen von Training zu Training weiterentwickelt. Ich habe in dem einen Jahr schon so viel gelernt, dafür bin ich dankbar.


Mittlerweile spielen Sie regelmäßig in der 4. Liga.

In der Hinrunde war ich noch Einwechselspieler. Da brauchte ich einfach die Zeit, um mich zurechtzufinden. Und jetzt bin ich so gut wie Stammspieler. Daran merkt man, dass ich dazugelernt habe. Ich hoffe, das geht immer so weiter.


Und jetzt wollen Sie noch häufiger treffen?
Ich möchte mehr Tore schießen als in der vergangenen Saison. Daran möchte ich mich messen. In den letzten acht Spielen hatte ich immer mindestens eine Hundertprozentige, die ich leider nicht genutzt habe. Diese Saison möchte ich das aber tun. Ich möchte meiner Mannschaft so helfen.

Natürlich würde ich mich darüber freuen, mal in der 2. oder 3. Liga zu spielen. Das wäre mein Traum.

Kevin Schumacher über sein Ziel, Profi-Fußballer zu werden.


Sind große Zuschauerkulissen inzwischen normal geworden?

Man gewöhnt sich dran. Ich habe es bisher ganz gut geschafft, die Kulisse auszublenden, mich auf mein Spiel zu konzentrieren und Leistung zu bringen. Wenn du dich zu viel mit den Zuschauern beschäftigst, hast du keine Chance, in der Liga zu spielen. Aber es ist schon cool, wenn du ins Stadion einläufst und viele Zuschauer Stimmung machen.


Soll Egestorf/Langreder Ihr nächstes Sprungbrett werden?
Nein, das möchte ich so nicht sagen. Ich möchte mich weiter verbessern, eine bessere Entwicklung nehmen. Und dabei hilft mir der Verein, dabei hilft mir das Trainerteam und die Mannschaft. Ich würde mich freuen über jede höhere Liga, in der ich noch spielen kann.


Haben Sie sich ein langfristiges Ziel gesetzt?

Erst mal hoffe ich, dass ich verletzungsfrei bleibe, meine Leistung bringe und der Mannschaft helfe. Natürlich würde ich mich darüber freuen, mal in der 2. oder 3. Liga zu spielen. Das wäre mein Traum. Ich arbeite darauf hin, dass es auch so kommt. Wenn ich die Chance dazu bekomme, möchte ich den Schritt wagen.


Gab es schon Angebote von anderen Vereinen?
Es gab Interesse von einem Profiverein aus der Regionalliga, das stand bislang aber nirgendwo öffentlich – der 1. FC Köln II war interessiert an mir.


Warum kam es nicht zu einem Wechsel?

Dadurch, dass ich in Egestorf einen Vertrag habe, war das alles nicht so einfach. Es gab Gespräche. Aber am Ende habe ich mich dafür entschieden, auf jeden Fall noch ein weiteres Jahr in Egestorf zu bleiben.


Können Sie sich sonst vorstellen, nächstes Jahr zu wechseln?
Vorstellbar wäre es schon. Nur sollte es in dem Fall dann schon in die 3. oder 2. Liga gehen. Aber: Erst mal abwarten, wie ich mich in dieser Saison präsentiere.

Letzte Frage: Was trauen Sie Ihren Ex-Vereinen BW Salzhemmendorf und der SpVgg. Bad Pyrmont in der Saison zu?
Salzhemmendorf wird eine gute Rolle spielen, wenn sie sich an das Konzept von Paul (Bicknell, d. Red.) halten. Er ist ein guter Trainer und wird sie nach vorne bringen. Ich kann es dem Verein und meinen Freunden nur wünschen, dass sie den Aufstieg endlich schaffen. Pyrmont ist für mich ein unbeschriebenes Blatt. Der Verein hat ziemlich viele neue Leute geholt, die müssen sich erst mal finden. Dazu kommt das neue Trainerteam. Ich hoffe, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Vielleicht können sie den einen oder anderen Favoriten ärgern.

Interview: Moritz Muschik

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