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Tennis: Dritter Triumph bei DTH Open / Pipa siegt bei den Frauen

Seifert strahlt nach Marathonmatch

HAMELN. Bei den 32. DTH Open triumphierten die Favoriten: Bei den Frauen gewann die an Nummer eins gesetzte Shaline-Doreen Pipa das Finale gegen Marie-Charlot Lonnemann mit 2:0 (6:2, 6:0) im Eiltempo. Das Herrenfinale war ein fast dreistündiges Marathonmatch zwischen dem Oldenburger Stefan Seifert, der mit 2:1 (6:4, 3:6, 6:3) seinen dritten Turniersieg in Hameln perfekt machte, und Torben Otto (TSV Havelse).

veröffentlicht am 22.07.2018 um 18:48 Uhr

Shakehands nach einen fast dreistündigen Endspielkrimi: Torben Otto gratuliert Stefan Seifert zum Turniersieg. Foto: aro
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Er kämpfte um jeden Ball – bis zum Schluss. Drei Matchbälle konnte Torben Otto abwehren, beim vierten war der Havelser dann machtlos. Mit einem Schmetterball beendete Stefan Seifert bei brütender Hitze das Marathonmatch – nach genau zwei Stunden und 45 Minuten.

Was die beiden Finalisten den knapp 300 Zuschauern boten, war Leidenschaft pur. Beide erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Den ersten Satz gewann Seifert nach 2:4-Rückstand noch mit 6:4, den zweiten Otto mit 6:3. Es gab packenden Grundlinienduelle en masse. Es wurde in der prallen Sonne um jeden Punkt gekämpft – bis zur Erschöpfung. Seifert wechselte dreimal das T-Shirt, weil es klitschnass war. Und auch Otto, der im dritten Satz bereits 0:4 hinten lag, tropften die Schweißperlen von der Stirn. Trotz des klaren Rückstands gab er nie auf – und kämpfte sich noch einmal auf 3:4 heran. Vergeblich. „Ich habe alles gegeben. Aber am Ende hatte ich nicht mehr viel entgegenzusetzen“, sagte Otto. Mit 6:3 ging der dritte Satz und Turniersieg an Seifert, der die DTH Open nach 2006 und 2007 zum dritten Mal gewann: „Auch wenn man es mir nicht angemerkt hat, es hat Spaß gemacht“, scherzte Seifert bei der Siegerehrung. Den Siegerpokal hätte der Oldenburger gerne mit nach Hause genommen, aber dafür müsste der neue DTH-Open-Champion das Turnier dreimal in Folge gewinnen. Und das hat noch niemand geschafft.

Auch wenn man es mir nicht angemerkt hat, es hat Spaß gemacht.

Stefan Seifert, dreifacher DTH-Open-Sieger

Im Gegensatz zum Herrenfinale war das Endspiel der Frauen eine klare Sache und schnell vorbei. Shaline-Doreen Pieper, die während des Turniers ohne Satzverlust blieb, ließ ihrer Freundin und Vereinskameradin Marie Lonnemann keine Chance – und gewann klar mit 6:2 und 6:0. „Gleich beim ersten Mal das Turnier zu gewinnen, ist schon cool“, freute sich die 19-Jährige über ihren Triumph. Trotz der Niederlage war Lonnemann nicht enttäuscht: „Heute war nicht mehr drin. Shaline hat super gespielt und verdient gewonnen.“ Die 19-Jährige war schon froh, dass sie überhaupt im Finale war: „Ich spiele Tennis aus Spaß, nicht um Geld zu verdienen.“



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