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Traumeinstand nach langer Pause / Preußen Hameln meldet sich mit 1:0-Sieg in Rehden zurück / Viel Lob für Kowalski

Schuss und Peng – goldenes Tor von Daniel Boateng

Fußball. Tragödien, Komödien, wundersame Wiederauferstehungen. Der Fußball schreibt einfach noch immer die besten Geschichten. So auch im Fall von Daniel Boateng. Fast fünf Wochen war der 20-Jährige Spiritus Rector von Oberligist Preußen Hameln 07 außer Gefecht – nun meldete er sich eindrucksvoll mit einem lauten Knall zurück. Schuss, Peng und drei Punkte. Boateng brachte die Preußen im Verfolgerduell beim BSV Rehden mit seinem goldenen Tor (61.) zum 1:0-Sieg zurück in die Erfolgsspur und beendete damit auch die lange Durststrecke der Hamelner auf fremden Plätzen.

veröffentlicht am 06.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Es ist schon ein großer Unterschied, ob Daniel spielt oder nicht. Wir haben dank seiner Kreativität in der Offensive ganz andere Möglichkeiten“, lobte Trainer Kai Oswald den Mann des Tages. Dass die Kraft beim Torschützen nach überstandener Oberschenkelverletzung und anschließender Schweinegrippe nur bis zur 78. Minute reichte, brachte die Preußen aber nicht mehr in Bedrängnis. „Das war eines unser besten Spiele. Die Aussprache hat scheinbar sehr schnell Früchte getragen“, fand Oswald.

So war seine zuletzt oft gescholtene Defensiv-Abteilung diesmal von der ersten Sekunde an auf der Höhe des Geschehens und ließ kaum Chancen des BSV zu. Allen voran der jüngste Preuße. Gerade einmal 18 Jahre hat Fabian Kowalski auf dem Buckel, doch in Rehden agierte er schon wie ein alter Hase und verlor auf der rechten Abwehrseite keinen Zweikampf. „Alles, was er machte, hatte Hand und Fuß. Eine Superleistung“, stellte Oswald seinen „Nesthäkchen“ weitere Einsätze in Aussicht. Neben Kowalski zählten aber auch die beiden Innenverteidiger Bastian Stellmacher und Ruven Klimke zu den Protagonisten beim neunten Hamelner Saisonerfolg.

Im Tor merkte man Stefan Schmidt zwar in einigen Situationen noch seine mangelnde Spielpraxis an, unter dem Strich rechtfertigte er aber den Vorzug vor Bengt Pyka mit einer rundum soliden Leistung. Gewohnt sicher agierte auch Adrian Wagner auf der linken Abwehrseite. Viel Druck im Vorwärtsgang machte neben Daniel Boateng zudem Dominik Meyer. Sehr zur Freude der beiden Angreifer Benjamin Belka und Michael Jermakowicz, die dank der großen Spielfreude des Hamelner Mittelfeld-Duos endlich einmal nicht in der Luft hingen, viele Bälle bekamen und auch behaupteten. Einziges Manko beim Triumph in Rehden blieb die Torausbeute. „Die Möglichkeiten waren wieder einmal da, nur wir müssen einfach noch mehr daraus machen“, fordert Trainer Kai Oswald. Auch im Hinblick auf das anstehende Spitzenspiel am kommenden Freitagabend (20 Uhr) gegen den bislang noch unbesiegten Tabellenführer TSV Havelse.

Mit dem in Rehden neu gewonnen Selbstbewusstsein im Rücken rechnen sich die Preußen auf dem engen heimischen Kunstrasen einiges aus. „Warum sollen wir nicht die ersten in der Liga sein, die den Spitzenreiter schlagen“, orakelt der 07-Coach.

Preußen: Stefan Schmidt – Kowalski, Stellmacher, Klimke, Wagner – Tarak, Sebastian Schmidt – Meyer (90. Lopez-Peralta), Boateng (78. Deck) – Belka, Jermakowicz.

So sieht ein Sieger aus: Preußens Daniel Boateng war der Matchwinner in Rehden.

Foto: nls



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