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Kaum regnet es – sperrt Hameln im Eiltempo alle Rasenplätze

Schönwetter-Fußballer

Hameln. Fußballer aus Hameln haben ein ganz großes Problem. Denn schickt der Himmel erste feuchte Grüße auf die Erde wird hier der Rasen sofort zum Heiligtum erklärt. Betreten verboten – schneller als die Stadt Hameln sperrt im Bundesgebiet wohl keiner seine Plätze. Beliebter Abpfiff-Termin aus der Amtsstube ist der Donnerstagmorgen. Nicht wenige Fußball-Experten behaupten, das ist viel zu früh. Abwarten ist schließlich auch eine Kunst und nicht schon gleich bei den ersten Schauern die Nerven verlieren. Sonst wäre die Schmonzette der Vorwoche nicht passiert: Strahlender Sonnenschein, überall wurde gespielt – nur in Hameln war tote Hose. Nun hat es wieder am Donnerstag geregnet. Zugegeben, ein bisschen mehr und vielleicht kommt auch noch morgen was runter – aber wir haben erst Oktober. Was soll denn erst aus dem Punktspielbetrieb im November werden?

veröffentlicht am 16.10.2015 um 10:13 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Geht das muntere Absagen hier so weiter, wird Hameln noch zum Mekka für Schönwetter-Fußballer. Aber wer will das wirklich? Wohl keiner. Ramponierte Plätze zwar auch nicht, doch ein sinnvoller Dialog zwischen der Stadt und den ansässigen Klubs muss doch möglich sein. Anstatt einer generellen Alibi-Absage aus der Amtsstube sollten die Vereine die Verantwortung übernehmen und selbst entscheiden, ob sie spielen wollen oder auch können. Auf den Dörfern funktioniert das doch auch.



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