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Stabhochsprung-Event in Hameln

Scherfose bittet zum Duell der Überflieger

Hameln. Am Sonnabend steigt auf dem Pferdemarkt die Premiere von „Hameln hebt ab“ – dem Stabhochsprung-Spektakel vor dem Hochzeitshaus. Wir sprachen mit Patrick Scherfose, der nicht nur Hamelns Vorzeige-Zehnkämpfer und starker Stabhochspringer ist, sondern auch einer der Initiatoren des Events.

veröffentlicht am 15.09.2015 um 19:27 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Herr Scherfose, wie kommt man auf die Idee, mit so einem Meeting in die Stadt zu gehen?

Ich wollte das schon vor zwei Jahren in Höxter, meiner Geburtsstadt, machen. Aber ich habe nur wenig Gehör gefunden. Jetzt in Hameln waren Uwe Beerberg und Manfred Scholz, nachdem sie sich so ein ähnliches Springen in Bad Oeynhausen angeschaut hatten, überzeugt. Kreissportbund und Hamelns Marketing und Tourismus GmbH konnten wir auch schnell auf unsere Seite ziehen.

Aber warum verlässt man den Sportplatz und geht in die Stadt?

Der Stabhochsprung ist sicher die spektakulärste Disziplin in der Leichtathletik. Wenn nun die Athleten so hoch springen, wie manche Häuser in der Altstadt sind, wird das die Leute beeindrucken. Mit so einem Event bringen wir unsere Sportart auch den Leuten nahe, die sonst nie in ein Stadion gegangen wären. Und vielleicht schauen sie dann im Fernsehen auch Leichtathletik oder Kinder entdecken ihren Spaß daran.

Der ursprüngliche Termin im Mai musste aber wieder geändert werden. Warum?

Da gab es eine Kollision mit einem anderen Termin in der Stadt. Aber das war gar nicht schlecht. So ist mir die Idee mit dem Schüler-Springen noch rechtzeitig gekommen.

Was muss man sich darunter vorstellen?

Wir haben sechs Wochen vor den Schulferien mit AGs begonnen. Das waren alles absolute Neulinge in Sachen Stabhochsprung. Aber es kam an. Nun springen sie im Vorwettkampf. Und ich bin wirklich überrascht, was manche nach nur 15 Trainingseinheiten schon können. Da werden einige über zwei Meter kommen.

Und wie hoch geht es bei den Topsportlern? Und wie hoch springen Sie?

Also – sein eigenes Meeting darf man natürlich nicht gewinnen. Aber letzter zu werden, ist auch blöd. Also habe ich die Athleten so eingeladen, dass die Hälfte eine bessere Topleistung hat als ich, die andere nicht. Ich tippe auf eine Siegerhöhe von 5,23 Meter. Ob ich meine Saisonbestleistung von 4,96 Metern schaffe, weiß ich noch nicht. Denn ehrlich gesagt, war auch ich noch nie auf einem Marktplatzspringen dabei. Und etwas anders als auf dem Sportplatz ist das für die Athleten auch.

Wer zählt für Sie in Hameln zu den Topfavoriten?

Was die Saisonbestleistung angeht, auf jeden Fall Jonas Efferoth vom TSV Bayer Leverkusen, der im Juni schon 5,35 Meter gesprungen ist. Aber auch sein Vereinskollege Tom Konrad ist zurzeit sehr gut drauf. Er hat vor wenigen Tagen in Sindelfingen mit 5,25 Meter seine Saisonbestleistung aufgestellt.

Interview: Matthias Henning



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