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27:21-Triumph in Hollenstedt / Wer soll den MTV auf dem Weg zum Titel jetzt noch stoppen?

„Schalalala“ – Rohrsen probt den Aufstiegstanz

Handball. „Schalalala, Schalalala, Schalalala…“: In der Kabine war der Teufel los! Es wurde gesungen, getanzt und gelacht. Nach dem 27:21-Sieg beim Tabellenzweiten TuS Jahn Hollenstedt feierten die Oberliga-Frauen des MTV Rohrsen lautstark ihren Triumph. Selbst Trainer Michael Hensel konnte seine eigenen Worte kaum verstehen. Nicht nur die Spielerinnen waren total happy, auch Hensel war „superglücklich“. Nach dem 17. Saisonsieg dürfte dem Trainer ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Denn im Hinblick auf den angepeilten Aufstieg in die neue 3. Liga war der Auswärtssieg die halbe Miete.

veröffentlicht am 14.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 19:05 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Während für Hollenstedt nach der ersten Heimpleite in der Max-Schmeling-Halle der Titeltraum wohl endgültig geplatzt ist, hat der MTV laut Hensel alle Trümpfe selbst in der Hand: „Wenn wir jetzt den Titel nicht holen, dann sind wir selber schuld!“ Stimmt. Denn selbst die SG Zweidorf, die am Samstagabend mit 26:34 in Burgdorf verlor, hat mit 27:13 Punkten jetzt nur noch theoretische Chancen, den Titel zu gewinnen. Der Tabellenführer aus Rohrsen (35:9 Punkte) steht nicht ohne Grund auf Platz eins. „Wir haben alle Topteams der Liga geschlagen“, betonte Hensel, dessen Team sowohl das Hin- als auch das Rückspiel gegen Hollenstedt und Garßen Celle und zu Hause gegen Zweidorf gewann. Wer soll die MTV-Girls auf dem Weg zum Titel jetzt noch stoppen?

Manuela Schostag und Co. strotzen zurzeit vor Selbstvertrauen. Das bekamen auch die heimstarken Jahn-Frauen zu spüren. Bis zum 6:6 (5.) war die Partie ausgeglichen. Doch bis zur Halbzeit setzte sich der Tabellenführer aus Rohrsen auf 14:11 ab. Diese Führung gab der MTV, der aus einer kompakten 6:0-Abwehr heraus agierte, nach dem Seitenwechsel nicht mehr aus der Hand. Die Vorentscheidung fiel laut Hensel zwischen der 45. und 48. Minute: „Innerhalb von nur drei Minuten konnten wir uns durch die Treffer von Nina Griese, Manuela Schostag und Inga Symann von 20:17 auf 23:17 absetzen.“ In dieser Phase parierte auch Torhüterin Michaela Schostag, die wieder einmal ein starker Rückhalt ihres Teams war, einen Siebenmeter. In den letzten zehn Spielminuten ließ der MTV, der den Sieg geschickt verwaltete, nichts mehr anbrennen.

Den Grundstein zum Erfolg legten die Schwaz-Weißen wieder einmal in der Abwehr, die auch in Hollenstedt einen sattelfesten Eindruck machte. Ein Beleg dafür sind die gerade einmal 21 Gegentore. Die Zuschauer sahen laut Hensel ein Oberligaspiel auf hohem Niveau: „Heute hat die Mannschaft gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Wir waren die klar bessere Mannschaft.“ Nach den schweren Auswärtsspielen in Celle und Hollenstedt ist Hensel froh, „dass wir durch das spielfreie Wochenende jetzt genügend Zeit haben, um unsere Wunden zu lecken“.

MTV Rohrsen: Michaela Schostag, Svenja Neumann, Manuela Schostag (8), Nina Griese (8/6), Inga Symann (5), Saskia Diedrichs (1), Anja Basteck (1), Nevena Orsulic (4), Michelle Sonntag, Janika Kohnke-Zander, Antje Peyerl.



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