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Karate-DM ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Turin

Schabasov kämpft für seinen Traum

HAMELN. Bulat Schabasov (1. Karate Dojo Hameln) hat am Sonntag bei der Deutschen Meisterschaft in in Ilsenburg den Titel im Visier: „Ich möchte immer Erster werden – alles andere wäre ja gelogen.“

veröffentlicht am 09.11.2018 um 00:00 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Mit 32 Jahren ist Bulat Schabasov zwar nicht mehr der Jüngste, aber immer noch extrem ehrgeizig. Der gebürtige Tschetschene, der in Bodenwerder wohnt und für den 1. Karate Dojo Hameln startet, will am Sonntag in Ilsenburg deutscher Meister werden.

Sein bisher größter Erfolg liegt schon eine gefühlte Ewigkeit zurück: 2006 wurde Schabasov in New York Weltmeister. Als Djambulat, der zweitälteste der drei Schabasov-Brüder, vor acht Jahren bei einem Autounfall starb, endete die sportliche Karriere von Bulat und seinem jüngsten Bruder Umar (20), der als Elfjähriger schon Vize-Europameister war. Die Trauer war zu groß und die Motivation weg. Beide haben nach dem Schicksalsschlag lange gebraucht, bis sie wieder mit Karate-Training angefangen haben.

Im vergangenen Jahr feierten die beiden Schabasov-Brüder nach jahrelanger Auszeit ihr Comeback – mit Erfolg. 2017 gewann Bulat im traditionellen Kata, bei dem man quasi gegen imaginäre Gegner kämpft, beim World-Cup in Tschechien Silber, 2018 wurde er unter anderem in der Türkei Vize-Weltmeister. Sein nächstes Ziel ist die deutsche Shotokan-Kata-Meisterschaft, auf die sich Schabasov seit Monaten intensiv vorbereitet. In der Masters-Klasse starten 14 Teilnehmer. Wie stark die Konkurrenten sind, kann Schabasov schwer einschätzen: „Ich lasse mich überraschen. Ich schaue ohnehin weniger auf die anderen, sondern fokussiere mich voll auf meine Leistung. Ich werde mein Bestes geben und dann wird man sehen, wo ich stehe.“ Um nach der Sommerpause wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, hat Schabasov im September an zwei Turnieren teilgenommen, wo er Erster und Dritter wurde. „Im Oktober habe ich den Fokus auf das Training gelegt, weil ich vor der DM keine zusätzliche Wettkampfbelastung haben wollte“, sagt Schabasov, der zurzeit viel in Lemgo trainiert. „Dort herrschen perfekte Bedingungen.“ Die Wettkampfmatten seien die gleichen wie bei der deutschen Meisterschaft und er habe dort einen Trainier, mit dem er intensiv Kata übe. „Er ist mir eine große Hilfe, da wir viel ins Detail gehen. Seine Rückmeldungen sind immer konstruktiv, er ist ein echter Fachmann. Das hilft mir, mich zu verbessern.“ Zusätzlich trainiert der 32-Jährige im Fitnessstudio viel im Bereich Kraft und Ausdauer, um für die DM topfit zu sein. Denn Schabasov hat den Titel im Visier: „Ich möchte immer Erster werden – alles andere wäre ja gelogen. Je besser ich abschneide, desto größer ist die Chance, für den Masters-Kader des Deutschen Karate-Verbandes nominiert zu werden. Das ist mein großer Traum.“ Denn im nächsten Jahr möchte Schabasov für Deutschland bei den European Masters Games in Turin (Italien) teilnehmen – und auch dort eine Medaille gewinnen. Unter Erfolgsdruck setzt sich der ehrgeizige Sportler aber nicht: „Ich trainiere einfach so gut wie möglich und versuche, so gut wie möglich abzuschneiden. Viel hängt von der Tagesform ab“, sagt Schabasov und ergänzt: „Ich werde alles geben, was in mir steckt.“



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