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Fußball: Halvestorfs neuer Coach René Hau schließt ein Comeback als Spieler (fast) aus

„Sag niemals nie“

HALVESTORF. Kann sich Halvestorfs neuer Coach René Hau beim Fußball-Bezirksligisten ein Comeback als Spieler vorstellen? Die Antwort gibt der 34-Jährige im Dewezet-Interview.

veröffentlicht am 19.08.2017 um 00:00 Uhr

Rene Hau Foto: nls
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Wer sich am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Bezirksliga das Heimspiel der SSG Halvestorf gegen den TSV Kirchdorf anschaut, wird ihn an der Seitenlinie sehen: René Hau. Bei Blau-Weiß Tündern begann er einst als Stürmer, war danach jahrelang für Halvestorf als Spieler im Einsatz. Anfang April dann der Seitenwechsel: Hau übernahm bei der damals in Abstiegsgefahr schwebenden SSG vorzeitig den Job von Ralf Fehrmann – die Rettung gelang in allerletzter Sekunde. Nun hat der 34-Jährige die erste Partie der neuen Saison schon hinter sich. Im Interview verrät er, wie seine Spielidee ist, welche Rolle die Jugendarbeit spielt – und ob er wirklich nicht mehr auf den Platz zurückkehrt.

René Hau, Halvestorf ist Ihre erste Station als Trainer. Kribbelt es nicht an der Seitenlinie?
Ich konnte mich in der Schlussphase der vergangenen Saison ja schon etwas mit meiner neuen Rolle anfreunden. Aber das Kribbeln ist schon manchmal noch da.


Wie haben Sie die erste Zeit in neuer Funktion erlebt?

Durchweg positiv! Ich bekomme vom Verein jede Unterstützung, die ich brauche. Jetzt freue ich mich, dass die Saison endlich wieder losgeht.
Direkt zu Beginn gab es in der Bezirksliga ein 0:3 gegen den SV Lachem. Wie zufrieden können Sie da sein?
Lachem war der erwartet starke Gegner. Wir haben 60 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht. Leider haben wir nach dem 0:1 etwas die Ordnung verloren und wurden dafür sehr schnell mit dem 0:2 bestraft. Wir hatten aber auch unsere Chancen. Auf die ersten 60 Minuten können wir aufbauen.

Wir sind einfach froh, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und wollen es diese Saison besser machen.

René Hau, trainer der SSG Halvestorf


Wie ist Ihre Spielidee?
Wir wollen aus einer stabilen Defensive den Ball nach vorne tragen und dort unser Tempo nutzen. Unser Hauptziel wird es sein, die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft zu verbessern.


Was kann die SSG Halvestorf diese Saison erreichen?
Das Team hat viel Potenzial und die Mischung passt. Unsere Neuzugänge passen super rein und die Jungs aus der eigenen Jugend bringen viel mit. Natürlich müssen wir uns als Mannschaft weiterentwickeln und einige Spieler müssen noch in Führungsrollen wachsen. Alle müssen noch mehr Verantwortung übernehmen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir möchten als Einheit auftreten und uns weiterentwickeln.


Vergangene Bezirksliga-Saison schaffte Ihr Team die direkte Rettung erst am letzten Spieltag.
Wir sind nach der Winterpause in ein Loch gefallen und haben zu lange gebraucht, um wieder voll bei der Sache zu sein. Wenn man erst unten drinsteckt, kommt einiges zusammen. Wir sind einfach froh, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und wollen es diese Saison besser machen.


Die Halvestorfer A-, B- und C-Junioren spielen jeweils in der Bezirksliga. Kann die erste Herrenmannschaft der SSG davon profitieren?

Der Verein ist gut aufgestellt. Wir sind froh und stolz, dass im Jugendbereich so erfolgreich gearbeitet wird. Unsere Aufgabe ist es, diesen Spielern eine gute Perspektive im Herrenbereich zu bieten. Es sind viele talentierte Jungs dabei, auf die wir uns freuen können.


Wie wirkt sich das auf den Zusammenhalt im Verein aus?
Der Zusammenhalt hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Die Teams unterstützen sich gegenseitig von der Tribüne aus. Der Zusammenhalt ist auch während und nach den Einheiten zu spüren. Und da ist auch unsere neu gegründete zweite Herren ein wichtiger Bestandteil.


Letzte Frage: Kehren Sie wirklich nicht mehr als Spieler auf den Platz zurück?
Ich denke nicht, dass es in der Ersten dazu kommt. Vielleicht kann ich mal in der zweiten Herren aushelfen. Aber: Man soll auch niemals nie sagen.

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Interview: Moritz Muschik

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