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28:32-Niederlage gegen Edewecht

Rot für Heemann schockt den VfL – Zittern geht weiter

Handball (hjk). Ein Stromausfall in der Halbzeitpause (siehe auch Extrabericht), eine umstrittene und folgenschwere Rote Karte für Hamelns Kreisläufer Heiko Heemann und Saisonniederlage Nummer 15 für den in der Regionalliga ums Überleben kämpfenden VfL Hameln, der Edewecht trotz einer starken Leistung mit 28:32 (14:15) unterlag: Die Mannschaft von Trainer Hajo Wulff und die 300 Zuschauer hatten einiges zu verdauen am 25. Spieltag. Und die vorösterliche Freude war bei den VfL-Akteuren erst einmal im Eimer. Das Zittern geht weiter!

veröffentlicht am 05.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

Er kann’s nicht fassen: Hamelns Kreisläufer Heiko Heemann

Richtig stinkig war Heiko Heemann. „Das war überhaupt nichts“, wetterte der 27 Jahre alte Kreisläufer, als ihn die Schiedsrichter in der 26. Minute per Roter Karte vom Feld schickten. Sie werteten seine Attacke gegen Arek Bla-

cha als „grobes Foulspiel“. „Das war ein Schlag in die Rippen“, begründete Schiedsrichter Roman Müller (HSC Ehmen) gegenüber der Dewezet seine Entscheidung. Trainer Wulff indes hatte „überhaupt nichts gesehen“ und war entsprechend geladen. Vier Minuten zuvor hatte Christian Raddatz seine zweite Zeitstrafe kassiert. Eine Fehlentscheidung, denn er war in gar keine „Auseinandersetzung“ verwickelt. Zwei Szenen, die Auswirkungen auf das Spiel hatten. Heemann fehlte als Leistungsträger nicht nur in der Abwehr, sondern auch vorne am Kreis. Und Raddatz konnte als Abwehrchef nicht mehr wie gewohnt zur Sache gehen.

Allein die Tore von Oliver Glatz (8), der eine großartige Partie aufs Parkett legte, und von Jannis Pille (8) sorgten dafür, dass der VfL mit Edewecht nach einer starken ersten Halbzeit immerhin noch bis zur 52. Minute (25:27) auf Augenhöhe und spielerisch sogar das bessere Team war. Doch belohnt wurde der kämpferische Kraftakt nicht.

Starke Partie: Oliver Glatz.
  • Starke Partie: Oliver Glatz.

In den Schlussminuten setzte sich der Tabellenzweite entscheidend ab – mit Krafthandball, weniger durch spielerischen Glanz. Doch der Zweck heiligte die Mittel. „In dieser Phase haben wir von den Hamelner Fehlern profitiert. Mit der Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden“, gab Trainer Holger Niekamp offen zu. Wulff lobte einmal mehr das engagierte Auftreten seiner Mannschaft: „Sie hat sich heute wieder gut verkauft.“

Nicht zuletzt wegen fehlender Alternativen im dünn besetzten Kader gingen beim VfL Hameln in den Schlussminuten zunehmend Kraft und Konzentration verloren. Zudem gab es diesmal erhebliche Defizite auf der rechten Seite. David-Niclas Emmel und Marek Staniszewski gelang kein einziger Treffer.

Auf der Gegenseite war Jörn Wolterink mit 11/4 Toren Top-Shooter. Einen schweren Stand hatte Sven Hylmar gegen Rechtsaußen Sebastian Steinert (sechs Tore). Das Hamelner Krankenhaus lernte derweil Sebastian Redeker kennen. Er zog sich einen Fingerbruch zu.

VfL Hameln: Drechsler, Treuthardt – Glatz (8), Höltje (1), Heemann (2), Pille (8), Hylmar (3), Kanngießer, Wick (1), Raddatz (5), Staniszewski, Emmel.



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