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Rücktritt ist für VSG-Trainer kein Thema mehr / „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“

Robert Nitschke bleibt seinen Frauen treu

„Wir sind ein Team“: Die Volleyballerinnen der VSG wildcats/VfL Hameln wollen als Verbandsliga-Neuling für die eine oder andere Überraschung sorgen. Foto: aro

veröffentlicht am 17.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:41 Uhr

Volleyball. Der vor der Sommerpause errungene Titelgewinn in der Landesliga ist Schnee von gestern. Bereits am Samstag beginnt für die Frauen der VSG wildcats/VfL Hameln mit dem Auswärtsspiel in Göttingen das Abenteuer Verbandsliga. Dewezet-Mitarbeiter Andreas Rosslan sprach mit VSG-Coach Robert Nitschke über seine Zukunft als Trainer und die Saisonziele des Aufsteigers.

Eigentlich wollten Sie sich mit dem Landestitel als Trainer verabschieden. Warum machen Sie jetzt doch weiter?

Wir haben einfach keinen Nachfolger gefunden. Unsere Wunschkandidatin Luise Römelt vom TSV Groß Munzel hat uns nach fünf Tagen Bedenkzeit leider abgesagt. Es gab zwei weitere Kandidaten, die uns aber nicht überzeugt haben.

VSG-Coach Nitschke. Foto: aro

Auf der Internetseite sucht die VSG aber immer noch einen neuen Trainer …

Unsere Homepage ist noch nicht aktualisiert worden. Ich bleibe Trainer – definitiv. Die Saison ziehen wir gemeinsam durch. Im Dezember werden wir uns zusammensetzen, um über die nächste Saison zu sprechen.

Kurz vor Saisonbeginn hat mit Inga Kaschade eine der besten Spielerinnen der vergangenen Saison die VSG überraschend verlassen.

Das ist aus sportlicher Sicht ein herber Verlust für uns. Wir hatten Inga fest eingeplant, weil sie uns ihre Zusage gegeben hatte. Sie hat sich spontan entschieden, in die Regionalliga zum SV Bad Laer zu wechseln. Ich hätte mir gewünscht, dass Inga noch ein Jahr bei uns bleibt.

Können die Neuzugänge Melanie Gässler und Janina Dehne bei der VSG Kaschade gleichwertig ersetzen?

Melanie ist eine sehr erfahrene, konstante und sehr vielseitige Spielerin, die mit dem SV Warnemünde bereits in der Verbandsliga gespielt hat. Sie ist Außenangreiferin, kann aber auch auf der Diagonal- und Zuspielposition spielen. Janina ist in der Mitte eine echte Verstärkung, weil sie sehr stark im Block ist.

Im Kader sind auch einige Talente aus den eigenen Reihen, für die die Verbandsliga eine Nummer zu groß sein dürfte.

Ich bin davon überzeugt, dass Leonie Grothues den Sprung von der Kreisliga in die Verbandsliga schaffen kann. Das hat sie zuletzt bei unserem Turniersieg in Stadthagen bewiesen, obwohl sie auf einer ungewohnten Position spielen musste. Im Vergleich zur vergangenen Saison ist die Mannschaft mit zwölf Spielerinnen wesentlich breiter und ausgeglichener besetzt.

Welches Saisonziel peilt die VSG als Aufsteiger an?

Wir wollen vom ersten Spieltag an mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wenn wir den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen wollen, müssen wir acht Spiele gewinnen. 16 Punkte sind das Ziel – vielleicht ist sogar mehr drin.

Was heißt das konkret?

Wenn wir in der dritten und nicht in der vierten Staffel spielen würden, wäre sogar der Aufstieg möglich gewesen. Unsere Staffel ist wesentlich stärker als die andere.

Gleich am ersten Spieltag steht ein schweres Auswärtsspiel in Göttingen an.

Wir wollen nicht mit einer Niederlage starten. Das Spiel ist eine echte Standortbestimmung. Göttingen wird als Geheimfavorit gehandelt.



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