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Bianca Schönemeier als Betreuerin in Korea

Reise ins Mutterland des Taekwondo

BAD MÜNDER. Bianca Schönemeier von Redfire Bad Münder fährt als Betreuerin für das Projekt „Young Leaders“ der Deutschen Taekwondo-Jugend nach Südkorea. Eigentlich war die Reise schon vor sieben Jahren geplant.

veröffentlicht am 24.07.2018 um 15:24 Uhr

Bianca Schönemeier (Redfire Bad Münder) will in Südkorea Erfahrungen sammeln. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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Eine Reise ins Mutterland des Taekwondo – für Bianca Schönemeier vom Redfire-Team Bad Münder wird dieser Traum wahr – allerdings mit sieben Jahren Verspätung. Ein Talente-Lehrgang, für den sie nominiert war, war damals wegen der brisanten politischen Lage zwischen Nord- und Südkorea abgesagt worden. Diesmal klappt es aber: Die 24-Jährige reist am Mittwoch als Betreuerin für das Projekt „Young Leaders“ der Deutschen Taekwondo-Jugend nach Seoul.

Auch dort wird sie mit Verspätung eintreffen. Denn erst seit vier Wochen steht fest, dass sie fliegt – und kann deswegen nicht mit den anderen beiden Betreuern und sechs Teilnehmern gemeinsam reisen. „Eine Betreuerin war abgesprungen“, erzählt die Bad Münderanerin. Redfire-Chef und Landestrainer Christian Senft schlug Schönemeier, die den 5. Dan besitzt und den niedersächsischen Nachwuchskader trainiert, daraufhin als Ersatz vor.

Ihre Taekwondo-Karriere begann mit einem Schrecken. Als Achtjährige machte sie mit ihrem Bruder in Bakede Klingelstreiche – eine Familie fand das nicht lustig. „Die haben mich mit Eisenstangen durchs Dorf gejagt“, erzählt Schönemeier, die sich zur Großmutter einer Freundin flüchten konnte – ihre Eltern meldeten sie daraufhin beim Taekwondo-Training an. Im Poomsae, dem Formenlauf, zählt Bianca Schönemeier mittlerweile zu den Besten in Deutschland. Viermal wurde sie Deutsche Synchron-Meisterin, ihre Landestitel hat sie aufgehört zu zählen. In der Bundesrangliste liegt sie auf dem dritten Rang.

„Ich war Zweite, habe beim letzten Turnier aber leider versagt“, erzählt die 24-Jährige. Die Nummer eins hat Schönemeier allerdings fest im Visier – auch wenn dort seit Jahren Franziska Schneegans aus Hannover unangefochten thront. In Korea begleitet die Münderanerin drei Teilnehmerinnen zum „World Youth Taekwondo Camp“, an dem ausschließlich ausländische Jugendliche teilnehmen. Die Trainer allerdings stammen aus Korea – von denen will sich auch Schönemeier noch „einiges abgucken und ein bisschen Erfahrung sammeln“.

Die zweite Woche verbringen die deutschen Taekwondo-Talente in Gastfamilien und trainieren in koreanischen Vereinen. Schönemeier nimmt die Reise auch als Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften Ende September – dort will sie möglichst ihren fünften DM-Titel holen.



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