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VfL besiegt Großburgwedel 35:27 / Pille lässt Lütt alt aussehen

Raddatz: Vier Tore zum Abschied

Handball (jko). Der Titel war zwar schon vorher futsch. Aber auf dem Parkett ging es noch einmal richtig ordentlich zur Sache. Mit einem – nach furioser zweiter Halbzeit – souverän heraus gespielten 35:27-(17:15)-Sieg gegen die TS Großburgwedel beendete der VfL Hameln die Oberliga-Saison als Vizemeister.

veröffentlicht am 09.05.2010 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

„Wir haben die letzten 20 Minuten noch einmal gezaubert. Aber unter die Freude mischt sich auch ein wenig Trauer, da wir heute einige gute Freunde und Spieler verlieren“, sagte Trainer Hajo Wulff, der auch Glückwünsche nach Lehrte schickte: „Der LSV ist verdient Meister geworden.“ Der Coach und Manager Ralph Krone verabschiedeten vor der Partie Andrew Treuthardt, Marcel Engelhardt (beide Stadtoldendorf), Christian Raddatz (TSG Emmerthal), Rasmus Meier (MTV Obernkirchen), Daniel Wick (HF Aerzen), Claas Meyer (Eintacht Hildesheim II) und Lukas Krings (unbekannt) unter den Ovationen der 250 Fans in der Halle Nord. „Das war sehr emotional. Ich bin schon traurig, aber auch erleichtert, dass ich jetzt mehr Zeit für meine Familie habe und mich um unser Haus kümmern kann“, gab Raddatz Einblick in seine Gefühlswelt. Im Match erledigte der Routinier seinen Job als Abwehrchef noch einmal in gewohnter Manier und hinterließ vier Treffer als Abschiedsgruß. Lukas Krings sagte mit sechs Toren „servus“ und vertrat den verletzt fehlenden Kapitän Oliver Glatz glänzend. Zehn Böller zündete Jannis Pille und ließ damit Großburgwedels „alten“ Mann im Kasten im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen. In der Tat hatte sich Jörg-Uwe Lütt die Rückkehr nach Hameln wohl anders vorgestellt. Nachdem sich der 46-Jährige in der Schlussphase der ersten Halbzeit zwei Treffer von Hylmar ein fing, ballerte er wütend eine Wasserflasche gegen die Kabinentür und kassierte einen Rüffel von Trainer Hollstein. Emotional ging’s somit auch in der letzten Partie zu, in der sich beide Teams nichts schenkten und einen offenen Schlagabtausch boten.

VfL Hameln: Rosenthal, Treuthardt, Meyer – Pille (10), Krings (6), Raddatz (4), Hylmar (4), Clausing (3), Höltje (3/2), Heemann (2), Weidemann (2), Künzler (1), Meier, Emmel.



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