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Auch Oliver Glatz überzeugt beim 30:27-Heimsieg des VfL Hameln gegen die SG Hohnhorst/Haste

Raddatz und Heemann Felsen in der Brandung

Zweikampfstark: Oliver Glatz (VfL Hameln, links) setzt sich gegen Martin Engel (SG Haste) durch.

veröffentlicht am 21.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Foto: nls

Handball. Die Spannung war kaum auszuhalten! Auch Geburtstagskind Frank Rosenthal musste lange zittern, bis der 30:27 (12:13)-Heimsieg des VfL Hameln gegen die SG Hohnhorst/Haste endlich in trockenen Tüchern war. Das Oberliga-Topspiel war nämlich ein Krimi à la Alfred Hitchcock. Rosenthal zog es vor, den offenen Schlagabtausch an seinem 29. Geburtstag lieber aus sicherer Entfernung zu verfolgen. Der gesperrte VfL-Torwart saß nicht zwischen den knapp 350 Zuschauern auf der Tribüne der Sporthalle Nord, sondern hinter einer Glasscheibe im Massageraum. In dem kleinen Kabuff dürfte er die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn gehabt haben. Denn der VfL, der die Partie unbedingt gewinnen musste, machte sich lange Zeit das Leben selbst schwer. Vor allem im Angriff ließ die Chancenauswertung zu wüschen übrig. Dafür war auf die Torhüter Claas Meyer und Andrew Treuthardt, der in der zweiten Halbzeit bravourös hielt, Verlass.

Von Beginn an sahen die Zuschauer ein kampfbetontes Spiel. Die Partie, die das Schiedsrichter-Duo Behler/Boyraz jederzeit im Griff hatte, war laut VfL-Coach Hajo Wulff „hart aber nicht unfair“. Auf Hamelner Seite waren insbesondere Christian Raddatz und Heiko Heemann die Felsen in der Brandung. In der Abwehr packte das Duo immer wieder kräftig zu – und ließ dem Gegner kaum Luft zum atmen. Trotzdem lag der VfL zur Halbzeit mit 12:13 zurück.

In der Halbzeitpause stellte der VfL-Coach taktisch um: Neuzugang Lukas Krings wechselte auf die Linksaußen- und Torben Höltje, der zusammen mit dem einmal mehr unermüdlich rackernden Kapitän Oliver Glatz das Spiel ankurbelte, auf die Spielmacherposition. Dennoch liefen die Hamelner, die drei Siebenmeter verballerten, bis zum 21:22 (48.) einem Rückstand hinterher. Doch zehn Minuten vor Schluss platzte dann endlich der Knoten!

Der VfL nutzte eine Schwächephase der Schaumburger, bei denen Spielertrainer Stefan Schmidt (6) und Michael Knötig (9/5) die besten Werfer waren, gnadenlos aus – und zog auf 26:22 (53.) davon. Das war die Vorentscheidung. Während Glatz und Co. nach dem Schlusspfiff den Sieg ausgelassen feierten, saß Robert Drechsler etwas missmutig in der Ecke. Der 21-jährige Torwart war enttäuscht, dass er gegen seinen Ex-Klub nur zu einem Kurzeinsatz kam.

VfL Hameln: Höltje (7/4), Glatz (5), Krings (5/1), Schubert (4), Pille (3), Heemann, Raddatz, Clausing (je 2).



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