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Fußball: Trainer David Odonkor startet am Freitag mit der Spielvereinigung durch

Pyrmonts neuer „Big Brother“

BAD PYRMONT. „Ich war schon 20 Jahre nicht im Stadion, aber jetzt gucke ich mir das mal an.“ Interessensbekundungen wie diese hat Lars Diedrichs, der Vorsitzende des Fußball-Landesligisten SpVgg. Bad Pyrmont in letzter Zeit von diversen Pyrmontern gehört, wie er sagt.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 13:12 Uhr
aktualisiert am 21.06.2017 um 15:50 Uhr

Er weiß, wie gewinnen geht: David Odonkor und seine Frau Suzan 2015 nach dem Sieg bei der Sat1- Show „Promi Big Brother“. Foto: Kaiser/dpa
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Kurz vor dem Dienstantritt des neuen Promi-Trainers David Odonkor beim Saisonauftakt am Freitag (18 Uhr) im Stadion an der Südstraße steht für den Chef der Spielvereinigung ohnehin fest: „Das ist für jeden Fußballinteressieren ein Muss.“ Zum Einstand des ehemaligen Dortmunder Profis und Nationalspielers rechnet Lars Diedrichs denn auch mit überregionalem Medieninteresse.

„Der NDR kommt, und RTL Nord wird ebenfalls da sein“, gibt der Vorsitzende einen Ausblick. Beim Landesligisten sei man „total gespannt und überzeugt, dass das ganz toll funktionieren wird“. Diedrichs hofft so auf ein gutes Omen für eine neue Fußballbegeisterung in Bad Pyrmont. Die PR-Wirkung des Coups nennt er allerdings „nur einen angenehmen Nebeneffekt“. Über David Odonkor sagt er: „Er ist ein unglaublich freundlicher Mensch. Und er hat überhaupt keine Starallüren.“

Der 33-Jährige wirke eher zurückhaltend. Diedrichs: „Er ist wohl eher nicht der Typ, der die Seitenlinie hoch und runter springt.“ Aber Emotionen zeigen werde er schon, ist sich der Vereinschef sicher. „Er weiß, was er will und wird das auch kommunizieren.“ Daran lässt auch der 16-fache Nationalspieler keinen Zweifel: „Ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch. Aber wenn was nicht passt, dann wird man auch schon mal lauter“, macht er deutlich. Etwa, wenn Sachen nicht so umgesetzt werden, wie er sich das vorgestellt habe. Sein Ziel sei es, ordentliche Spiele abzuliefern. Da erwarte er, dass jeder Spieler Vollgas gebe. Bis sich die Mannschaft finde, brauche man natürlich Geduld. Aber das scheint ihm keine abseitige Herausforderung: „Ich hatte mein ganzes Leben lang Geduld.“ Eine erste Begegnung mit den Pyrmontern – wenn auch im geladenen Kreis – hatte der in Bünde geborene Odonkor schon. Beim „Brudermahl“ der Freimaurerloge. „Ich glaube, ich war der Jüngste da“, sagt der 33-Jährige. Sein Eindruck: „Es hat Spaß gemacht.“

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Gelegenheit, sich an seiner neuen Wirkungsstätte umzusehen gab es ansonsten bisher kaum. „Aber natürlich wird auch die Zeit fürs Sightseeing kommen.“ Besonders weit hat er es nicht nach Bad Pyrmont. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bielefeld. Die neue sportliche Aufgabe ist allerdings nicht alles in seinem Leben. Beim Privatfernsehen hat er schon in diversen Shows mitgewirkt, wurde sogar Sieger beim Promi-Big Brother von Sat 1. „TV ist schon ein Fulltime-Job“, sagt Odonkor. „Aber ich lege mir das schon so, dass ich noch Zeit habe für die Mannschaft.“ Über sein nächstes Projekt will er noch nicht reden. „Das wird erst in den nächsten Monaten bekannt gegeben.“ Eine Verpflichtung fürs RTL-Dschungelcamp sei aber nicht drin. „Ich hatte das Angebot, hab‘s aber nicht angenommen.“ Bei der Auswahl seiner Jobs achteten er und sein Management schon darauf, „welche Formate einem guttun“. Zuletzt war das sein Auftritt im Promi-Special der Sat.1-Show „Das große Backen“. Und da kam er ins Finale.

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