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Kurzweilig und informativ: Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer fasziniert die Vertreter der Kreisfußballvereine

„Profifußball ohne Amateure – das wird nicht gehen“

Fußball (kf). 34 000 Mitglieder, 5,8 Millionen Fans – Werder Bremen hat sich längst hinter Bayern München Platz zwei in der Beliebtheitsskala des deutschen Fußballs erobert. Doch nicht nur von diesem „Wunder an der Weser“ konnte Klaus-Dieter Fischer, Präsident der Nordlichter, in der Sparkasse Weserbergland 100 Vereinsvertretern berichten.

veröffentlicht am 22.01.2009 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:41 Uhr

„Die Champions League

bringt das große Geld“

Der „Präsident zum Anfassen“, wie ihn Kreisfußball-Chef Andreas Wittrock ankündigte, machte den Zuhörern, die mehr als zwei Stunden die große Welt des Fußballs in faszinierender Art und Weise live erlebten, deutlich, dass ein Verein wie Werder Bremen nicht nur den Profifußball verkörpert. Fischer, seit 1955 Mitglied bei Werder, stellte dennoch klar: „Der Fußball ist natürlich das Kerngeschäft.“ Bereits vor zwei Jahren hat der Bremer Traditionsverein die 100-Millionen-Umsatzgrenze überschritten. In diesem Zusammenhang hielt er auch mit dem wichtigsten Aspekt nicht hinter dem Berg: „Das große Geld wird in der Champions League verdient.“

Doch Werder setzt auch gezielt auf den Nachwuchs: „Nicht umsonst bezeichnet man unsere intensive Jugendarbeit als die Talentschmiede der Bundesliga“, so der Werder-Chef. Für den Präsidenten ist klar, dass „der Amateurfußball auch künftig die Basis für den Profibereich bleibt.“ Deshalb sieht Fischer auch den an der Weser eingeschlagenen Weg im Nachwuchsfußball positiv: „Hier ist aber auch die soziale Verantwortung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.“ Wohl deshalb ist er auch kein großer Freund von Beratern, die den Weg junger Talente für den Profifußball ebnen wollen: „Nur schwache Spieler brauchen einen Berater.“

Aber auch das Ehrenamt ließ Klaus-Dieter Fischer bei seinem kurzweiligen Vortrag nicht zu kurz kommen. „Das ist ein ganz wichtiger Faktor unserer Gesellschaft.“ Selbst der Bundesligist kann auf diese Mitarbeiter nicht verzichten: „Im Gesamtverein sind über 300 Ehrenamtliche tätig“, berichtete der Präsident. Für die vielen Helfer der Kreisfußballvereine war Fischer deshalb nicht mit leeren Händen nach Hameln gekommen: Als Dankeschön hatte er 100 Eintrittskarten für das Bundesligaspiel seiner Werder-Elf gegen den VfB Stuttgart mitgebracht.

Friedrich-Wilhelm Kaup, Vorstandschef der Sparkasse Weserbergland und Gastgeber der gelungenen Veranstaltung, zeigte sich zum Abschluss vom neuen Schiffsanleger am Weser-Stadion, den der Werder-Chef auch vorgestellt hatte, beeindruckt: „Das wär’s doch: Mit einem Dampfer der ‚Flotten Weser‘ einmal bei einem Bundesligaspiel in Bremen anlegen …“

Kreisfußball-Chef Andreas Wittrock (rechts) überreichte Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer und Gastgeber Friedrich-Wilhelm Kaup (links) kleine Präsente.

Foto: nls



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