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Vorsitzender von Hameln 07 entschuldigt sich bei Stellmacher und Co. / Sprichwort war nicht böse gemeint

Preußen-Chef Roman von Alvensleben: „Es tut mir leid!“

Fußball (aro). In den vergangenen Tagen wurde bei Preußen Hameln 07 viel Staub aufgewirbelt, der sich immer noch nicht gelegt hat. Vor allem für die Äußerungen von Vereinschef Roman von Alvensleben („Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“) hagelte es von vielen Seiten heftige Kritik. Ex-Coach Kai Oswald („Das ist eine Frechheit!“) forderte sogar den Rücktritt des kompletten Vereinsvorstandes. Bevor die Situation eskaliert, versucht von Alvensleben jetzt die Wogen wieder etwas zu glätten: „Das, was ich gesagt habe, war wirklich nicht böse gemeint. Ich wollte keinen ehemaligen Spieler von uns persönlich beleidigen. Auch vor Bastian Stellmacher habe ich großen Respekt, was er in den vergangenen Jahren für unseren Verein geleistet hat“, versichert von Alvensleben. Im gleichen Atemzug entschuldigte er sich dafür: „Wenn meine Aussage missverstanden worden ist, dann tut es mir leid!“

veröffentlicht am 05.07.2010 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

Auch Preußens „Vize“ Roman Klodnyckyj stärkt dem Vereinsvorsitzenden den Rücken. Seine Worte sollte man nicht auf die Goldwaage legen. „Wer Roman kennt, der weiß, dass er sich einer sehr blumigen Sprache bedient und die ganze Situation mit Galgenhumor betrachtet. Anders könnte man diesen Druck und diese Arbeit im jetzigen Zeitpunkt auch gar nicht aushalten“, nimmt Klodnyckyj von Alvensleben in Schutz. Was den von Oswald geforderten Rücktritt der kompletten 07-Chefetage angeht, macht Klodnyckyj deutlich, dass ein Notvorstand bestellt werden müsste, wenn der Vorstand den Verein verlassen sollte. Von Alvensleben hätte nach eigener Aussage keine Probleme, seinen Stuhl für einen möglichen Nachfolger zu räumen: „Ich würde sofort meinen Platz freimachen, wenn die Leute, die unseren Rücktritt fordern, bereit wären, die Verantwortung zu übernehmen“, betont der Vereinsvorsitzende. Trotz der Querelen habe er die Hoffnung, den Traditionsklub zu retten, noch nicht aufgegeben: „Wir werden unser Bestes geben.“ Die Lage des Vereins sei zwar ernst, aber nicht hoffnungslos. Dass Spieler, die seit Monaten vergeblich auf ihr Geld von 07 warten, sauer sind, sei zwar nachvollziehbar, aber nicht zu ändern. „Uns sind die Hände gebunden. Im Moment können und dürfen wir gar nichts zahlen.“ Einige hätten offenbar immer noch nicht begriffen, dass der Verein Insolvenz angemeldet habe. Der Traditionsklub werde quasi künstlich am Leben gehalten.

Wie es bei Preußen weitergeht, ist noch ungewiss. Ursprünglich war am Donnerstag, 15. Juli, im Anwaltsbüro des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Rainer Eckert ein Sponsorentreffen geplant, das nach Auskunft des zuständigen Sachbearbeiters Michael Schütte allerdings wegen der Urlaubszeit verschoben werden musste. Der neue Termin soll laut Schütte möglichst noch im Juli sein, „sonst läuft uns die Zeit davon“.



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