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Freier Eintritt gegen VfL Oldenburg / Am Montag wartet Emden

Preußen zuversichtlich: „Heute besiegen wir den Heimfluch“

Fußball. Der Fußball hat bekanntlich seine eigenen Plattitüden. Wer siegen will, muss ein Tor mehr schießen als der Gegner – und wer seine Heimspiele gewinnt, der steigt nicht ab. Alles klar? Für Oberligist Preußen Hameln scheinbar nicht, denn vor heimischer Kulisse gab es schon lange nichts mehr zu erben. Genauer gesagt seit dem 17. Oktober 2009, denn da schlich Eintracht Nordhorn mit 1:3 als vorläufig letzter geschlagener Gegner aus dem Weserberglandstadion.

veröffentlicht am 02.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Optimistisch: Kastriot Hasani und Benjamin Belka (07).  Foto: nl
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Nur gut, dass 07 in dieser Zeit wenigstens auswärts noch acht Zähler sammeln konnte, sonst hätte die Elf von Trainer Kai Oswald schon jetzt fast alle Chancen auf die direkte Qualifikation für die eingleisige Oberliga verspielt. Doch mit dem Trauma soll nun heute (17 Uhr) nach den Duell gegen den VfL Oldenburg Schluss sein. „Wir wollen endlich unseren Heimfluch besiegen“, gehen Kapitän Bastian Stellmacher und seine Teamkollegen mit großem Optimismus in diese richtungsweisende Partie.

Kräftig mithelfen sollen dabei auch die Hamelner Fans, die erstmals in der langen 07-Geschichte bei einem Punktspiel freien Eintritt haben. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen und erhoffen uns so eine lautstarke Kulisse“, baut Stellmacher auf den berühmten „zwölften Mann“.

Fußball spielen müssen die Preußen aber trotzdem selber und da gilt es gegenüber der 0:3-Pleite gegen Langenhagen noch ein paar kräftige Schippen draufzulegen. Nicht nur spielerisch und kämpferisch – sondern vor allem auch im Abschluss. Ein bisschen warm geschossen für Oldenburg hat sich derweil schon Benjamin Belka. Der 07-Torjäger erzielte im Probetraining beim Regionalligisten Hannover 96 II einen Treffer. Mit von der Partie war mit Dominic Meyer auch ein weiterer 07-Akteur. Er traf aber nicht und hat sich den Schuss ins Glück so möglicherweise für heute auf gehoben. Osteraufgabe Nummer zwei wartet dann am Montag um 15 Uhr bei Kickers Emden. Und auch dieser Preußen-Auftritt soll nicht in die Hose gehen. „Wenn die Einstellung stimmt, können wir überall etwas holen“, weiß Trainer Oswald und hat seine Mannen nach dem Abschlusstraining am Karfreitag noch einmal ins Gebet genommen. Große Umstellungen plant er aber nicht. Lediglich Defensivakteur Ferit Tarak wird erstmals seit langer Zeit wieder einmal eine Chance von Beginn an erhalten. Für Angreifer Michael Jermakowicz reicht es nach seinem Muskelfaserriss immerhin schon wieder für die Bank.

Ob es bei Preußen 07 wirtschaftlich für die neue eingleisige Oberliga reicht, wird sich noch herausstellen. Der Verein hat seine Unterlagen jedenfalls fristgerecht beim NFV abgegeben.

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