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1:3 gegen den BSV Rehden / Auch Sarier verlässt Hameln

Preußen platt, Kiene weg – wird Oswald neuer Trainer?

Fußball (hjk). Mit einer Niederlage beendete Oberligist Preußen Hameln 07 die Spielzeit 2008/09. Das 1:3 (1:2) gegen den BSV Rehden vermasselte nicht nur den Akteuren des Aufsteiger das Saisonfinale, auch Trainer Alexander Kiene hätte sich nach zwei Jahren erfolgreicher Tätigkeit in Hameln einen besseren Abschied gewünscht: „Die Luft war raus und der Substanzverlust bei den Spielern deutlich zu spüren. Alle sind platt. Aber auch die ungeklärte Situation, wie es bei Preußen weitergeht, belastet sicherlich die Spieler“, sagte der Trainer. Dessen Nachfolger steht zwar noch nicht fest, aber es ist möglicherweise sein Vorgänger. Nach Dewezet-Informationen ist jetzt wieder Kai Oswald (37) heißer Kandidat für den Posten des Cheftrainers. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

veröffentlicht am 24.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

Starker Rückhalt: Preußen-Torhüter Schmidt klärt gegen Moormann.

Die finale Partie fand derweil fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Nur 66 (!) zahlende Zuschauer, darunter 20 Fans aus Rehden, verloren sich im Weserberglandstadion. Eine trostlose Kulisse für einen Fünftligaklub.

„Die Jungs haben eine tolle Saison gespielt“

Die Mannschaft jedenfalls hätte mehr Unterstützung verdient gehabt, auch wenn das letzte Spiel in die Hose ging. „Die Jungs haben eine tolle Saison gespielt“, betonte nicht nur Kiene, sondern auch Interims-Vereinschef Wolfgang Dammeier bei der Verabschiedung. Für den Trainer sowie die Spieler, die Preußen verlassen, gab es als kleines Geschenk eine Collage. Einer aber ging leer aus. Denn dass auch Niyazi Sarier als sechster Spieler 07 den Rücken kehrt, hatte Dammeier erst kurz vorher erfahren. Der zusammen mit Dennis Offermann beste Torschütze der Preußen (11 Treffer) wechselt zum Bezirksoberligisten 1. FC Wun-storf. Das bestätigte der 27-Jährige, dem auch ein Angebot aus Langenhagen vorlag, gegenüber der Dewezet-Sportredaktion. Damit fällt das so erfolgreiche Aufsteigerteam immer mehr auseinander.

Der Spielfilm der letzten 90 Saisonminuten verdiente indes nicht mehr das Prädikat „besonders wertvoll“. Die ohne die verletzten Offermann, Klimke und Deppe (gesperrt) angetretenen Hamelner, bei denen Tarak in der 66. Minute Gelb-Rot wegen Meckerns sah, waren mit dem 1:3 gegen die „Dorfmannschaft“ aus Rehden (nur 1800 Einwohner) noch gut bedient. Moormann (6.), der bereits 36 Jahre alte Pallentien (14.) mit seinem 20. Saisontreffer und Kosenkow (84.) bescherten den Preußen die 16. Niederlage. Diener (12.) erzielte in seinem letzten Spiel für 07 das zwischenzeitliche 1:1 – er traf mit einem Kunstschuss aus spitzem Winkel ins Schwarze. Ein Bilderbuchtor. Zwar hatte auch Kienes Elf noch zwei, drei sehr gute Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung, doch die ganz dicken Dinger, fünf an der Zahl, ließ Rehden aus. Nur gut, dass Torhüter Schmidt mehrfach toll reagierte und gleich dreimal (!) die Torlatte einen weiteren Einschlag verhinderte.

Preußen-Chef Dammeier verabschiedet Trainer Kiene.  Foto: nls
  • Preußen-Chef Dammeier verabschiedet Trainer Kiene. Foto: nls

Preußen: Schmidt - Luggeri, Jörn, Stellmacher, Tarak - Sebastian Schmidt - Deck, Sarier, Diener (66. Boateng) - Hasani, Belka.

Ein Händedruck als Dankeschön: Preußen-Chef Dammeier verabschiedet Trainer Kiene.

Foto: nls

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