weather-image
27°
Hilker verletzt – Oswald muss heute beim Schlusslicht umstellen / Ärger um Nachholspiel in Meppen

Preußen in Bückeburg: Augen zu und durch

Ballzange: Der Hamelner Kastriot Hasani (links) und

veröffentlicht am 04.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

270_008_4256255_sp333_0403.jpg
Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Bückeburgs Philipp Boening beim Kopfball-Duell. Der Siegtorschütze der Preußen aus dem Hinspiel (1:0) muss heute wegen einer Verletzung noch um seinen Einsatz zittern.

Foto: nls

Fußball. Brennpunkt Bückeburg – für Preußen Hameln stellen sich heute Abend (20 Uhr) im Nachbarderby beim Schlusslicht bereits die Weichen für eine bessere Zukunft in der Oberliga. „Wer den Anspruch hat, die eingleisige 5. Liga zu erreichen, der darf sich, bei allem Respekt für den VfL, vom Tabellenletzten nicht aufhalten lassen“, findet Trainer Kai Oswald deshalb im Vorfeld auch klare Worte.

Ein Blick auf die derzeit reichlich schiefe Tabelle zeigt auch, warum. Zwar sind die Hamelner mit 28 Punkten noch Tabellenvierter, doch bei weiteren Pleiten könnte sich der Vorsprung auf den rettenden achten Rang (derzeit Oythe/20 Punkte) schnell in Luft auflösen. Zwar bliebe im Notfall als Neunter oder Zehnter noch die Relegationsrunde, aber diesen zusätzlichen Stress will sich Oswald von vornherein ersparen.

Ein Matchball wurde mit der 1:2-Niederlage gegen einen schlagbaren Kontrahenten wie den SV Bavenstedt schon leichtfertig vergeben, heute nun müssen Kapitän Bastian Stellmacher und seine Mitstreiter getreu dem Motto „Augen zu und durch“, das Ruder wieder rumreißen.

„Wir werden trotzdem höllisch aufpassen, denn Bückeburg kann jeden Gegner ärgern“, weiß der 07-Coach. Wie seine Formation aussehen wird, weiß er nicht so genau, denn es gibt noch ein paar personelle Baustellen.

So stehen hinter dem Einsatz von Ruwen Klimke und Kastriot Hasani, der im Hinspiel das goldene Tor zum 1:0-Sieg erzielte, noch dicke Fragezeichen. Erst gar nicht auf dem Hamelner Spielberichtsbogen auftauchen wird Jannik Hilker. Der Mittelfeldakteur zog sich bei seinem Debüt gegen Bavenstedt eine Zehenverletzung zu. Da bleibt nur die Zuschauerrolle.

Erstmals wieder von Beginn an dabei ist so Martin Eickenscheidt, der im defensiven Mittelfeld für die nötige Stabilität sorgen soll. Auch Nick Pyka hat sich nach seiner zufriedenstellenden Leistung im zweiten Durchgang eine Bewährungschance in der Startelf verdient und wird die Position von Tobias Lopez-Peralta übernehmen.

„Tobi ist kräftemäßig noch nicht auf der Höhe, die Pause wird ihm guttun“, meint Oswald. Mit der Rückkehr von Ferit Tarak haben die Preußen im Abwehrbereich zudem noch eine Alternative mehr. Allerdings weist der gebürtige Bückeburger aus Studiengründen noch einen großen Trainingsrückstand auf und wird deshalb sein „Heimspiel“ zunächst wohl von der Bank aus verfolgen.

Für großes Unverständnis im Preußen-Lager sorgte derweil die Ansetzung des Nachholspiels beim SV Meppen am Mittwoch, dem 23. März. „Mitten in der Woche nach Meppen zu reisen, ist doch ein Unding. Wir sind Amateure und keine Profis. Bei uns müssen alle arbeiten, ich weiß nicht, wie wir da eine Mannschaft zusammenbekommen sollen“, ärgert sich Oswald und hofft, dass sich da noch etwas bewegt und ein besserer Termin vom Verbandsansetzer gefunden wird.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare