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Fußball: Ehemaliger Werder-Manager Lemke zu Gast beim 07-Freundeskreis

Plaudern mit Willi

HAMELN. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, diesen weisen Spruch von Erich Kästner hatte sich Willi Lemke schon auf die Fahnen geschrieben, bevor er den Weg zum Fußball fand. 35 Jahre schrieb er dann nicht nur bei Werder Bremen als Manager sondern auch in der Bundesliga Geschichte.

veröffentlicht am 28.08.2018 um 16:02 Uhr

Willi Lemke, seine Posten bei Werder hat er aufgegeben, am Ball ist er beim Bundesligisten aber immer noch.
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Am kommenden Dienstag kommt Willi Lemke nach Hameln. Frank Lorenz von Freundeskreis des FC Preussen Hameln hat diesen Coup eingefädelt: „Mein Bruder kickt mit dem Sohn von Willi Lemke in einer Freizeitmannschaft. Über die beiden entstand diese Verbindung.“ Und da Lemke schon immer sehr kontaktfreudig war, ließ seine Antwort auf die Mail von Frank Lorenz nicht lange auf sich warten. Doch damit im Vorfeld nicht alles schriftlich und formal ablief, hatte der erfahrene Sportfunktionär eine ganz andere Idee. „Er hat mich und Horst Ellebracht einfach zum Frühstück nach Bremen eingeladen. Und uns auch gleich noch Karten für das Spiel von Werder gegen Hannover 96 besorgt.“ Bei Kaffee und Brötchen lagen die beiden gestandenen Herren des Freundeskreises und der ehemalige Werder-Manager schnell auf gleicher Wellenlänge. „Willi Lemke ist absolut sympathisch und ein richtig lockerer Typ“, sagte Frank Lorenz nach der Rückkehr von der Weser an die Weser.

„Wir hätten ihm stundenlang zuhören können, doch wir mussten ja auch pünktlich im Stadion sein.“ Für das Nordderby hatte der Ex-Manager, der immer noch Mitglied beim Bremer Kultverein ist und seinen Stammplatz natürlich weiterhin in der VIP-Lounge hat, die Karten für seine Gäste bereits auf dem Frühstückstisch platzieren lassen. „Topplätze, Reihe acht, hautnah am Geschehen, besser ging es nicht“, freuten sich Lorenz und Ellebracht.

„Was soll ich Euch erzählen“, fragte der Gastgeber, der auch als Senator für Inneres und Sport in Bremen Zeichen setzte und sogar als UN-Sonderberater tätig war. Willi Lemke ist eben ein durch und durch umtriebiger Mensch. „Alles geht nicht, das würde den Rahmen sprengen“, gab der gebürtige Holsteiner seinen beiden Gäste schon mal mit auf den Weg. Manche Anekdote aus Werders goldenen Zeiten hat Willi Lemke, der eher durch Zufall zu seinem Posten bei Bremers Fußballern kam, sicher parat, wenn er aus dem Nähkästchen plaudert. Eigentlich sollte Ex-Profi Klaus Matischak das Amt übernehmen, sagte aber ab. So stieg überraschend Willi Lemke auf wie „Phönix aus der Asche“. Für Werder ein absoluter Glücksgriff.

Schön war die Zeit! Der jubelnde Willi Lemke nach dem Europapokal-Sieg gegen den AS Monaco. DPA
  • Schön war die Zeit! Der jubelnde Willi Lemke nach dem Europapokal-Sieg gegen den AS Monaco. DPA

Wenn er nun in der Kolonie am See seine Schmankerl zum Besten gibt, darf sein legendäres Scharmützel mit Bayern Münchens damaligen Manager Uli Hoeneß ebenso wenig fehlen wie Erinnerungen an große Triumphe der 90er Jahre. Doch es gibt auch ein aktuelles Thema, zu dem der Gast bestimmt etwas zu sagen hat. Zum „Fall Mesut Özil“, schließlich wechselte der 2008 als 19-Jähriger zu Werder. Und da war Willi Lemke Aussichtsratschef beim Bremer Traditionsverein.



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