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Forche, Kießig, Alco und Biester wechseln im Sommer zum Kreisliga-Aufsteiger SG Hameln 74

Paul Bicknells Meisterformel lautet „4-4-2“

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 07.05.2010 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

Fußball. Meisterlich spielte die SG Hameln 74 beim 1:2 in Holzhausen nicht gerade. Aber die vierte Saisonniederlage dürfte Trainer Paul Bicknell, der nur mit einer B-Elf anreiste, nicht so schwer im Magen liegen. Schließlich hat der Hamelner Nordstadtklub sein Saisonziel bereits erreicht. Schon fünf Spieltage vor Schluss stand die SG 74, die eine prima Rückrunde spielte, als Aufsteiger in die Kreisliga fest. Nach dem 5:0-Sieg in Hastenbeck war sich dann auch Bicknell ganz sicher, dass die Rot-Schwarzen den Titel nicht mehr aus der Hand geben: „Dass wir beim Tabellenzweiten so deutlich gewinnen, hatte ich nicht erwartet.“ Im oberen Tabellendrittel habe es zwar einige gute Teams gegeben. Aber Zweifel am sportlichen Erfolg hatte der SG 74-Coach trotzdem nicht: „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir einen Tick besser waren als Hastenbeck, Bad Pyrmont oder Aerzen.“ Nur in der Hinrunde hatte seine Elf ab und zu Probleme – vor allem auswärts.

Nur ungern erinnert sich Bicknell an die 1:2-Pleite in Fischbeck: „Das war unser schlechtestes Saisonspiel, das ich am liebsten vergessen möchte.“ Die wohl beste Partie zeigte die SG 74 beim 4:1 in Bad Pyrmont. Dort stellte die Bicknell-Elf eindrucksvoll unter Beweis, dass moderner Fußball nicht nur schön, sondern auch erfolgreich sein kann. Vor Saisonbeginn verordnete der Coach dem Team, das unter seiner Regie ein völlig neues Gesicht bekommen hat, ein neues 4-4-2-Spielsystem. In der Saison zuvor, als die SG 74 in der Leistungsklasse „nur“ Vierter wurde, fehlte Bicknell noch das geeignete Personal dazu. Mit Erhan Yalcin, der in dieser Saison bereits die 30-Tore-Marke geknackt hat, und Mike König, der in der Winterpause aus Afferde geholt wurde, hat die SG 74 zwei Top-Stürmer. Auch im Mittelfeld ist die SG 74 mit Saher Abou-Moulig, John Mathis, Michael Liebscher, Marcel Korth und Ross James topbesetzt. Eine Bank ist die Innenverteidigung mit Levent Bek-ler und Manuel Ungermann. Das Abwehrbollwerk ließ in 21 Spielen gerade einmal 25 Gegentore zu. Das spricht auch für Marvin Kämper, der sich im Tor als „Mister Zuverlässig“ entpuppte.

Dazu kommen mit Nicholas Bicknell und Hendrik Otto zwei offensive Außenverteidiger, die für Schwung nach vorne sorgen. Das gilt insbesondere für Bicknell junior, der eine Super-Saison spielte.

Der Kader ist zwar schon jetzt kreisligareif. Trotzdem wird die Mannschaft, die sich für die neue Saison ehrgeizige Ziele gesetzt hat, noch einmal kräftig aufgerüstet. Mit Felix Forche, Dennis Kießig (beide HSC BW Tündern), Alper-Samet Alco (SSG Halvestorf) und Michael Biester (Preußen Hameln) stehen schon jetzt vier Neuzugänge fest. Bicknell hat sich für die neue Saison ehrgeizige Ziele gesetzt: „Wir wollen unter die ersten fünf.“

Gut gelaunt: Erhan Yalcin, der in dieser Saison bereits die 30-Tore-Marke geknackt hat, und Trainer Paul Bicknell (beide SG Hameln 74) freuen sich auf die Kreisliga.

Foto: nls



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