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Schwächen im Defensivverhalten / Preußen nach 1:0-Triumph in Bückeburg zu kaputt zum Auslaufen / Klimke fehlt auch gegen Cloppenburg

Oswald nimmt Boateng in die Pflicht: „Er muss einfach mehr tun“

Zur Zeit nur selten so dynamisch: Preuße

veröffentlicht am 07.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Daniel Boateng läuft seiner guten Form aus der Hinserie momentan noch hinterher.

Foto: nls

Fußball. Die Preußen gingen bis an ihre Schmerzgrenze, ließen viel Kraft im Dauer-Schneesturn von Bückeburg und waren am Ende so kaputt, dass selbst das obligatorische Auslaufen nach dem Spiel zur Qual wurde. „Ein Wunder, dass keiner fest gefroren ist, denn das war schon eher ein Ausgehen“, konnte sich Hamelns Trainer Kai Oswald dann auch ein wohlwollendes Schmunzeln nicht verkneifen.

Der enorm wichtige 1:0-Sieg (wir berichteten) seiner Elf im Oberliga-Derby hatte ihm zugleich schlagartig alle Sorgenfalten von der Stirn gewischt. „Bei einer Niederlage wären wir wieder in Bedrängnis gekommen, so aber benötigen wir rein rechnerisch noch sechs Siege, dann haben wir die eingleisige Oberliga wohl gepackt“, sieht der 38-Jährige der sportlichen Zukunft nun wesentlich entspannter entgegen. Und die beginnt nun schon am kommenden Freitag (20 Uhr) mit der Heimpartie gegen den BV Cloppenburg. Bei aller Freude über die schwer erkämpften drei Punkte von Bückeburg, es gab aber auch Schatten bei 07.

Vor allem Kreativspieler Daniel Boateng läuft derzeit seiner guten Form aus der Hinserie noch hinterher, und wurde – trotz seiner Vorlage zu Belkas Siegtreffer (14.) – fast folgerichtig bereits nach 57. Minuten gegen Kastriot Hasani ausgewechselt.

„Daniel hat im Moment praktisch kein Defensivverhalten, er muss jetzt einfach mehr für die Mannschaft tun. Es geht nicht, dass andere immer für ihn mitlaufen müssen“, monierte Oswald. Ob er dem vierfachen Saisontorschützen nun eine Denkpause gegen Cloppenburg verordnet, ließ der 07-Trainer noch offen. Keinen Anlass zur Kritik gab es dagegen an der Hamelner Hintermannschaft, aus der Torhüter Stefan Schmidt noch herausragte. Nicht nur, dass er einen Strafstoß von Prange (8.) glänzend parierte, er machte auch noch drei weitere gute Bückeburger Möglichkeiten zunichte und bügelte damit seinen Patzer aus dem Bavenstedt-Spiel wieder aus. „Stefan muss sich von Beginn an voll konzentrieren, dann ist er auch stark. Er braucht den ständigen Druck und den macht ihm Bengt Pyka schon“, will Oswald seinem Elfmeter-Killer aber keinen Freibrief als Nummer eins ausstellen. Lob gab es auch für Martin Eickenscheidt, der den erkrankten Ruwen Klimke in der Innenverteidigung bestens vertrat, und nun am Freitagabend gegen Cloppenburg wieder in der Startformation stehen wird. Denn Klimke fehlt diesmal beruflich.

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