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Der von Torsten Knille trainierte Hamelner ist Champion des Verbandes GBC

Omar Siala – ein „Rohdiamant“ in der Szene des Profi-Boxsports

Omar Siala, 21 Jahre jung und Junioren-Weltmeister des Verbandes GBC, gehört zu den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten in der Profi-Boxsportszene. In der Bilanz des Halbmittelgewichtlers vom Combat Gym Hameln stehen elf Siege, zwei Unentschieden, aber auch zehn Niederlagen „gegen zumeist deutlich ältere und routiniertere Faustkämpfer, die schon von ihren Trainingsmöglichkeiten her eine Nummer zu groß für Omar waren“, sagt Coach Torsten Knille, der den „Rohdiamanten“ seit sechs Jahren trainiert.

veröffentlicht am 15.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:21 Uhr

Siala startete seine Karriere einst bei Hamelns Box-Legende Hans Arneke (70), aber beim BC Heros hielt es ihn nicht lange. „Bei Torsten Knille habe ich auch Freude am Kickboxen gefunden“, berichtete der Athlet. Mittlerweile kann er auch in dieser Sportart einen deutschen Meistertitel vorweisen. Fürs Box-Sparring stehen ihm in einer zum Boxstudio umgebauten ehemaligen Näherei in der Hunoldstraße nicht nur seine Brüder Mahmet (19) und Hussein (17) zur Verfügung, sondern noch vier weitere Kämpfer. Sie bringen den Linksausleger beim mindestens dreimaligen wöchentlichen Training mächtig ins Schwitzen. Knille stellt seinen Schützling zudem optimal auf die Gegner ein, die er vorher anhand von Videomaterial genau studiert hat. „Ohne diese Hilfen würde Omar sonst so manche negative Überraschung im Ring erleben“, weiß Knille.

Noch hält der Trainer Kämpfer aus renommierten Boxställen, von denen er genau weiß, dass Omar ihnen nicht gewachsen ist, von seinem Schützling fern. Stehen die Chancen dagegen „mindestens 50:50“, dann wird jeder Gegner akzeptiert. Da kennt Omar kein Pardon. Wie auch gegen Ex-Europameister Michel Trabant, den er im Oktober in Berlin vor den Fäusten hatte und nach ausgeglichenem Kampf erst aufgrund einer schmerzhaften Ellenbogenverletzung in der fünften Runde aufgeben musste. Mittlerweile wurde für den 2. März (der Ort steht noch nicht fest) ein Rückkampf vereinbart. Dann will Siala mit einem Sieg gegen den ehemaligen Champion weitere Punkte für die Weltrangliste sammeln.

Auch beruflich macht der 21-Jährige Nägel mit Köpfen. Er absolviert eine Lehre als Anlagenmechaniker. Die nicht gerade mit Kämpfen verwöhnten Boxsportfans im Weserbergland sollten sich schon einmal den 8. Mai 2010 im Kalender dick anstreichen. Dann steigt Omar Siala in der Hamelner „Sportbox“ in den Ring. Der Gegner steht allerdings noch nicht fest. Vorher wird er noch Aufbaukämpfe in Zwickau und Sulingen sowie in Bosnien bestreiten, um zunächst erst einmal für den Kampf gegen den 31 Jahre alten Routinier Trabant topfit zu sein. rhs



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